Kein roter Teppich in Bayreuth - auch Staatsempfang abgesagt

Bayreuther Festspielhaus
Der Staatsempfang zu Beginn der Festspiele wurde abgesagt. Foto: Nicolas Armer © DPA

Aus Respekt vor den Opfern des Münchner Amoklaufs verzichten die Bayreuther Festspiele bei der Eröffnung an diesem Montag (25.7.) auf den roten Teppich für die Prominenz. Auch den traditionellen Staatsempfang nach der Premiere wird es nicht geben.

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Die Aufführung der Neuinszenierung der Oper "Parsifal" von Richard Wagner soll aber stattfinden.

"Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gehören in dieser schweren Stunde den Angehören der Opfer des gestrigen Amoklaufs", sagte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe am Samstag. Aus Respekt vor den Opfern und den Angehörigen verzichte man zur diesjährigen Premiere auf den sonst üblichen roten Teppich zur Begrüßung der Festspielprominenz, teilte die Stadt Bayreuth mit.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte nach dem Amoklauf von München den Staatsempfang zum Beginn der Festspiele am Montagabend ab. Dies gebiete der Respekt vor den Opfern und ihren Angehörigen, sagte er am Samstag nach einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts in München.

"Wir plädieren eindeutig dafür, diesen "roten Teppich" nicht stattfinden zu lassen", hatte schon zuvor Festspiele-Sprecher Peter Emmerich der Deutschen Presse-Agentur gesagt. "Alles andere würden wir als geschmacklos und völlig unpassend empfinden."

Die Premiere selbst solle aber wie geplant stattfinden, sagte der Sprecher. "Der "Parsifal" ist ein Werk, das eine Friedens- und Versöhnungsbotschaft enthält." Regie führt Uwe Eric Laufenberg, Dirigent ist Hartmut Haenchen.

Indessen haben erste Politiker die Teilnahme an der Premiere abgesagt. So kämen Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) und seine Frau nicht nach Bayreuth, teilte sein Sprecher mit. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte schon vor Wochen wissen lassen, dass sie dieses Jahr entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit aus terminlichen Gründen nicht zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele kommen wird.


dpa