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Klinik für Geburtshilfe Gießen

Foto: VOX/VP

Von Kühen und Kälbern

Dr. Rainer Hospes von der Gießener Klinik für Geburtshilfe ist mit einer besonderen Mission im Gladenbacher Bergland unterwegs: Er soll bei der Kuh Franzi per künstlicher Besamung für Nachwuchs sorgen!

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Landwirt Willi Schmidt schwört auf diese Befruchtungsmethode, bei der die Übertragung von Krankheiten und Deckseuchen ausgeschlossen ist. Sobald er vermutet, dass eine seiner Kühe in der Brunft ist, ruft er die Fortpflanzungsexperten aus Gießen an.

Vor Ort kontrolliert Dr. Hospes, ob die Kandidatin tatsächlich empfängnisbereit ist. Das Ergebnis ist zur Freude von Willi Schmidt positiv. Nun kann sich der Landwirt eine Spermaprobe des Bullen seiner Wahl aussuchen und dann schreitet der Tierarzt zur Tat.

Er holt das tiefgefrorene Ejakulat aus einem Behälter mit flüssigem Stickstoff und lädt es in eine Spermapistole, die sogenannte "Seminette". Diese führt er dann in die Gebärmutter der Kuh ein, wo er den Samen des Bullen "ablässt". Jetzt heißt es: Daumen drücken, dass Franzi auch tatsächlich tragend wird...

Fetotomie - nichts für schwache Nerven!

Foto: VOX/VP

Ein Notfall in der Klinik für Geburtshilfe in Gießen: Eine Kuh steckt seit anderthalb Tagen in der Geburt, aber anscheinend schafft sie es nicht, ihr Kalb alleine auf die Welt zu bringen. Die Frucht ist schon verendet. Ihr Besitzer hat versucht, das tote Kalb auf natürlichem Wege aus der Mutter zu ziehen - jedoch ohne Erfolg.

Tierarzt Dr. Stephan Groeger nimmt sich der Patientin an: Die tote Frucht steckt völlig verkeilt im weichen Geburtsweg, der sich schon wieder zusammengezogen hat. Dadurch, dass das Kalb offensichtlich schon zu faulen begonnen hat, zählt jede Minute! Es gilt, jetzt zumindest das Leben der Mutter zu retten.

Der Tierarzt beschließt, dass aufgrund der Lage des toten Kalbs nur eine Möglichkeit zur Rettung der Kuh bleibt: Das tote Kalb muss im Körper seiner Mutter zersägt, und dann Stück für Stück entbunden werden. Das klingt zwar rabiat, ist für das Muttertier aber die schonendste Variante.

Dieser Eingriff heißt "Fetotomie" und ist nichts für schwache Nerven...

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