Kult-Eisbär Knut ist tot

Knut ist tot: Zoobesucher berichten, der Eisbär kippte auf einmal ins Wasser und rührte sich nicht mehr.
Knut ist tot: Zoobesucher berichten, der Eisbär kippte auf einmal ins Wasser und rührte sich nicht mehr. © dpa, dapd

Traurige Nachricht aus Berlin

Berlins Eisbär-Star Knut ist tot. Nach Angaben von Bären-Kurator Heiner Klös brach das vierjährige Tier am Samstag zusammen und trieb tot im Wasser des Eisbärgeheges.

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Wodurch Knut gestorben ist, ist bislang unklar. Knut war mit vier Jahren und etwas mehr als drei Monaten noch ein relativ jünger Eisbär.

Zum Zeitpunkt seines Todes sei der Bär allein auf der Anlage gewesen, teilt der Zoo mit. Die drei Gefährtinnen - Mutter Tosca, Nancy und Katjuscha - seien bereits eingesperrt gewesen. Zoo-Besucher berichten, sie hätten Knut tagsüber noch schwimmend gesehen. Plötzlich sei er jedoch rückwärts ins Wasser gefallen und habe sich nicht mehr gerührt. Jede Hilfe kam zu spät, die Todesursache sei völlig unklar, sagt Bären-Betreuer Heiner Klös. Eine Obduktion soll in der nächsten Woche Klarheit über die Todesursache bringen, kündigt Klös an.

Vom Eisbär-Baby zum Weltstar

Die ersten Bilder von Knut gingen kurz nach seiner Geburt am 5. Dezember 2006 um die Welt. In Berlin war seine Geburt eine kleine Sensation, denn es war die erste Geburt eines Eisbärenjunges seit über dreißig Jahren. Das Muttertier nahm das Junge aber nicht an. Der Tierpfleger Thomas Dörflein zog es daraufhin unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit groß. Tausende Besucher guckten zu, wenn Dörflein mit dem Eisbären-Baby im Gehege spielte. Auch ausländische Zeitungen und Fernsehsender berichteten über Knut.

Die deutsche Post brachte eine Briefmarke mit einem Foto Knuts heraus. Das Interesse verlor sich, als Knut größer wurde und damit auch seine niedliche Erscheinung verlor.