Massenstrandung: Mindestens 50 Wale tot

Massenstrandung: Mindestens 50 Wale tot
© B2800 epa AFP, B2800 AFP Fotopress

Sturm und hohe Wellen behindern Rettungsaktion

Nach der Massenstrandung von rund 80 Walen kämpfen Freiwillige weiter um das Leben der Tiere. Mindestens 50 Grindwale sind bereits verendet.

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Auf einer Strecke von fünf Kilometern Strand kämpften rund 100 Experten und Freiwillige um das Leben von 24 der riesigen Meeressäuger, sagte eine Sprecherin der Umweltbehörde. Mehrere Wale seien am Strand verendet und durch den hohen Wellengang zurück ins Meer gespült worden.

Nach Angaben von Einsatzleiter Rory Renwick waren die überlebenden Tiere in relativ guter Verfassung. "Ihre Augen sind offen, sie sind wach und rege und nehmen ihre Umgebung wahr, was immer ein gutes Zeichen ist", sagte er. Die Helfer hatten die Tiere über Nacht permanent mit Wasser benetzt.

Starker Wind und hohe Wellen behinderten allerdings die Rettungsaktion. Die überlebenden Wale sollten eigentlich auf Lastwagen geladen und in einer ruhigeren Bucht am Rarawa-Strand eine Stunde entfernt wieder ausgesetzt werden. Wegen des schlechten Wetters könnte sich diese Aktion bis Freitag verschieben.

Zweite Massenstrandung von Walen in der Region innerhalb eines Monats

Massenstrandung: Mindestens 50 Wale tot
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Die Tiere waren am Mittwoch vor Spirits Bay im äußersten Norden Neuseelands in seichtes Wasser geraten. Es ist bereits die zweite Massenstrandung von Walen in der Region in nur einem Monat. Erst Mitte August sind am nahegelegenen Karikari Beach 58 Grindwale gestrandet. Nur neun von ihnen überlebten.

Grindwale seien besonders soziale Artgenossen, sagte Mark Simpson von der Walschutzorganisation "Project Jonah" in einem Interview. "Sie versuchen, sich gegenseitig zu helfen, und so kommen immer mehr in die Bucht und sitzen fest."

Warum Wale sich immer wieder in seichtes Wasser verirren, ist unklar. Möglicherweise folgen sie einem kranken Artgenossen, der die Orientierung verloren hat. Andere Experten meinen, Krach im Meer durch U-Boote und Ölbohrungen störe das Gehör und damit die Verständigung der Wale. Neuseeland hat die zweithöchste Rate an Massenstrandungen.