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Mein himmlisches Hotel: Verbirgt sich eine Mogelpackung hinter dem hohen Design-Anspruch?

Krankenhausfeeling statt Behaglichkeit im "Prizeotel"

Am Tag drei des Nordduells zwischen den Hansestätten Hamburg und Bremen trifft sich die illustre Hoteliers-Runde im "Prizeotel" in Hamburg. Das durchgestylte Design-Hotel wurde von einem New Yorker Architekten entworfen und ist der ganze Stolz der beiden Besitzer Anna Riesner und Yves Wassermann. Mit ihrem modernen Gästehaus, das vor bunten Farben und runden Formen nur so strotzt, wollen die beiden den Sieg in ihre Stadt holen. Doch die anderen Hoteliers sind von der Optik des Hauses nicht überzeugt…

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Mein himmlisches Hotel: Mit der Multifunktionslampe kommt Thomas nicht zurecht.
Nach wahllosem Herumdrücken auf der Multifunktionslampe steht für Thomas fest: "Geht nicht!" © VOX

"Schon sehr weiß hier", lautet Thomas' erster Eindruck, als er das gemeinsame Zimmer mit Gattin Ulrike betritt. "Die Wandfarbe ist auch sehr weiß." Eine so einfallslose Gestaltung hätten sich die beiden Bremer in dem selbsternannten Design-Hotel nicht vorgestellt. Auch ein paar Türen weiter sieht Begeisterung anders aus. "Das einzige, was hier richtig Farbe hat, ist der Teppich", beschreibt Nadine und resümiert: "Ein bisschen Krankenhaus-mäßig." Oh je, das klingt ja nicht gerade positiv. In der sterilen Atmosphäre des kleinen Raumes scheint sich niemand so recht wohlzufühlen.

Den Hoteliers mangelt es an technischem Know-how

Kommt denn zumindest im Bett Kuschelstimmung auf? Der "Zollhaus meet & sleep"-Besitzer Thomas startet die Probe aufs Exempel und springt mit Bauchlandung aufs die Schlafstätte. "Also so liegen wir doch selten", schmunzelt Ehefrau Ulrike beim Anblick ihres Mannes. Der turnt aber fleißig weiter auf den Matratzen herum, die durchaus "Yoga-tauglich" seien, wie er zufrieden feststellt. Zumindest in der Koje kann man sich hier also wohlfühlen.

Derweil inspizieren Christoph und Marlene die technische Ausstattung des Zimmers. Vor allem die hochmoderne Schreibtischlampe zieht alle Augen auf sich. "Also wir haben hier eine Multifunktionslampe mit verschiedenen Lichtszenen", weiß der Fachmann. Wie diese aber genau funktioniert, das verrät die detaillierte Anleitung, die sich auf jedem Zimmer befindet. Mit dieser will sich Kandidat Thomas aber nicht länger beschäftigen. Nach wahllosem Herumdrücken auf den diversen Knöpfchen und Tasten ist für ihn klar: "Geht nicht!" Schon wird mit den ersten Punktabzügen gedroht. Allmählich beschleicht auch den anderen Hamburger Hotelier Christoph im Nebenzimmer der Verdacht, nicht alle im Prospekt angepriesenen Vorzüge des Designhotels würden erfüllt. "Das ist ein bisschen geschummelt", urteilt er streng über die vermeintliche Regenwalddusche, die für seinen Geschmack viel zu klein ist. Ist das Hamburger "Prizotel" damit endgültig aus dem Rennen?

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"Charmant und detailgetreu"
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