Mein Kind, dein Kind: Für Mutter Suse ist Plastikspielzeug etwas Grauenvolles

Suse verteufelt Plastikspielzeug
Suse verteufelt Plastikspielzeug "Wir sind Opfer der Kommerzwelt" 00:08:17
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Ein grüner, sprechender Plastikdrache spaltet die Gemüter

Für die 39-jährige Mama Suse ist Nachhaltigkeit ein besonders wichtiger Punkt in ihrem Leben. Deshalb möchte sie ihre Kinder auch früh daran gewöhnen, Ressourcen zu sparen und auf unwichtige Dinge zu verzichten. Bei ihrem Besuch bei Vergleichsmutter Daniela, wird sie mit lautem, elektronischem Plastikspielzeug konfrontiert.

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Mein Kind, dein Kind - Wie erziehst du denn? Mutter Suse steht Plastik- und Eletronikspielzeug sehr skeptisch gegenüber
Mutter Suse steht Plastik- und Eletronikspielzeug sehr skeptisch gegenüber © VOX

Kleidung, Spielzeug und Nahrung: Das alles ist für Mutter Suse nicht selbstverständlich. Sie möchte ihren Kindern so früh wie möglich vermitteln, dass alles im Leben irgendwo her kommt. Dass Fleisch tote Tiere sind und dass sich Kleidung hervorragend auf dem Flohmarkt kaufen lässt. Zwillingsmama Daniela sieht das nicht ganz so verbissen. Ihre Kinder dürfen auch neue Kleidung tragen, die ihnen gefällt, und auch buntes, lautes Plastikspielzeug ist ihnen nicht fremd.

Bei "Mein Kind, dein Kind – Wie erziehst du denn?" schnuppert Mutter Suse bei Zwillingsmama Daniela in deren Erziehungsalltag hinein. Beim Aufenthalt im Kinderzimmer der zweijährigen Töchter, fällt Suse sofort ein großer, sprechender Plastikdrache auf. "Glaubst du, die lernen damit etwas?", möchte Suse wissen. Daniela erklärt ihr die Funktionsweise des Lernspielzeugs. Doch Suse schaut skeptisch: "Und diese Geräusche, empfindest du die als angenehm oder als störend?" "Eher störend", gibt Mama Daniela zu, "aber die Kinder stört es nicht." Sie hat, im Gegensatz zu Suse, nichts gegen elektronisches Spielzeug, solange es einen Lerneffekt hat. Doch für Suse ist das ein No-Go. "Man kann doch mit den Kindern Fingerspiele machen, dass ist ein größerer Lerneffekt", tadelt sie. "Bei den Spielsachen ist es wie überall in unserer Gesellschaft. Wir sind Opfer der Kommerzwelt." Davon ist die 39 Jährige fest überzeugt und zeigt sich egoistisch und konsumfeindlich: "Meine Kinder wollen auch schon mal bestimmte Sachen haben, die ich nicht schön finde und die bekommen sie dann auch nicht."