Mein Kind, dein Kind: Valentina und ihr Mann sind bei der Erziehung nicht immer einer Meinung

Valentina und ihr Mann ziehen nicht an einem Strang
Valentina und ihr Mann ziehen nicht an einem Strang Unterschiedliche Ansätze kommen sich in die Quere 00:07:12
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Christian ist im Alltag ab und zu auf sich allein gestellt

Bei "Mein Kind, die Kind – wie erziehst du denn?" besucht Tauschmutter Nicole die 34-jährige Valentina und ihre Familie in ihrem Zuhause in Rheinstetten. Dass der 14-jährige älteste Sohn, Christian, nach der Schule ab und an daheim auf sich allein gestellt ist, findet die 40-jährige Mama Nicole unverantwortlich und überfordernd für den Pubertierenden. Was ihr aber noch mehr gegen den Strich geht, ist die Tatsache, dass Valentina und ihr Mann in Sachen Erziehung nicht an einem Strang ziehen.

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Christian kommt meistens vor seiner Mutter Valentina nach Hause. Zu Mittag soll er sich dann das von Mama am Vorabend zubereitete Essen aufwärmen. Als "Mein Kind, dein Kind"-Kandidatin Valentina am Nachmittag aber einen Blick in den Kochtopf auf dem Herd schmeißt, ist dieser noch gänzlich unberührt. Während sich Valentina über das unnötig gekochte Essen ärgert, versteht Nicole, was los ist. Dass sich der 14-Jährige mittags selbst versorgen muss, "scheint hier die Regel zu sein". "Das finde ich eine maßlose Überforderung für das Kind", bemängelt sie. "Wie handhabst du das denn, wenn du arbeiten gehst?", will sie dann von "Mein Kind, dein Kind"-Mama Valentina wissen. Diese erzählt, durch Anrufe sicherzustellen, dass alles in Ordnung sei und so auch an Christians Aufgaben zu erinnern, während sie noch auf der Arbeit ist. "Dadurch wird mir gezeigt, dass das Kind hinten an steht und die berufliche Karriere der Mutter im Vordergrund steht", urteilt Nicole über diese Handhabe. "Das ist für mich nicht akzeptabel."

Kandidatin Nicole kümmert sich lieber allein um die Kindererziehung

Dass Christian möglicherweise nicht immer auf seine Kosten kommt, zeigt sich in einer anderen Situation noch deutlicher. Als der 14-Jährige erzählt, dass er für die Reparatur seines Fahrrads Geld benötigt, will sein Vater lieber sparen und schlägt vor, der Junge solle es selbst versuchen. "Dann musst du mit ihm runtergehen und ihm es zeigen", findet Valentina. "Oder gib ihm einfach 10 Euro." Für Valentina gilt nämlich: Christian bekommt Geld, wenn er es benötigt, aber kein festes Taschengeld. Ihr Mann will hingegen, dass der gemeinsame Sohn erst Leistung erbringt, wie beispielsweise die Hilfe im Haushalt oder gute Zensuren, bevor er mit Barem belohnt wird. "Ich finde das sehr schlimm, dass Christian kein eigenes Geld bekommt", kommentiert Mama Nicole angesichts der Diskussion zwischen den Eltern. Auch, dass der Vater sich nicht dazu bereit erklärt, Christian bei der Reparatur zu helfen, betrübt das Gemüt von Nicole. Im eigenen Haushalt vermeidet sie solche Dispute: Dort kümmert sie sich allein um die Kindererziehung.