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"mieten, kaufen, wohnen": Darf Karsten Randall Großtante Hildes Möbel-Museum verändern?

Kunde Tobias Berger hält nichts von Veränderungen

Im Raum Hannover ist Home-Staging-Experte Karsten Randall dafür bekannt, schwer verkäufliche Immobilien durch gekonnte Handgriffe in Szene zu setzen und so an den Mann oder die Frau zu bringen. Von seinem Können muss er den Kunden Tobias Berger aber erst noch überzeugen. Zwar versucht der bereits seit zehn Monaten erfolglos, die mit seiner Cousine geerbte Wohnung der Großtante zu veräußern. Trotzdem sieht er nicht ein, dass ausgerechnet die antike und altmodische Einrichtung der betagten Dame Schuld an diesem Misserfolg ist. Jessica Berger sieht das ganz anders. Ohne die Einwilligung ihres Cousins hat sie Karsten Randall bestellt, um beim Verkauf der Wohnung zu helfen. Doch die Skepsis ihres Cousins steht der nötigen Veränderung im Weg.

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Die drei-Zimmer-Wohnung der verstorbenen Großtante Hilde steht nun schon seit fast einem Jahr zum Verkauf. Doch nur zwei Interessenten konnten sich in dieser langen Zeit zur Besichtigung hinreißen lassen. Karsten Randall erkennt auf den ersten Blick, warum die eigentlich schön geschnittene Immobilie bislang nicht verkauft wurde. "Die Einrichtung hier hat Ähnlichkeit mit einem Museum", beurteilt er die eher altertümlich-verstaubten Möbel der Verstorbenen. "Das muss alles komplett raus!"

Doch Skeptiker Tobias Berger kann diese ehrlichen Worte des Design-Experten nicht nachvollziehen. "Es ist vielleicht nicht modern", gibt er zu. "Aber es ist gemütlich." Gemütlich? Nun wird es der veränderungswilligeren Cousine zu bunt. "Gemütlich für eine Oma!", urteilt auch sie über die Atmosphäre in der Immobilie. "Wir müssen jetzt mal was machen."

Home Stager Karsten Randall darf zeigen, was er kann

Gegen die geballte Überzeugungsgewalt von Cousine und Home Stager kann sich letztlich auch der skeptische junge Mann nicht länger wehren. Zwar betont er, "ich habe Sie nicht angerufen!" und besteht darauf, handwerkliche Arbeiten, wie die Entrümplung, selbst zu machen. Doch auch Karsten Randall darf sein Know-how unter Beweis stellen. Mit dem schmalen Budget von 500 Euro kommt der Home Stager aber leider nicht weit. Schon beim Streichen wird klar: Einige Tapeten müssen ab. "Ich denke, man könnte wesentlich mehr erzielen, wenn man ein bisschen investiert", versichert er den beiden Wohnungsbesitzern bei einem höchst unangenehmen Telefonat: Hier wird der Home Stager zum Bittsteller. Doch sein Ehrgeiz zahlt sich aus. Einige Überstunden später kann Karsten Randall in dem Rohdiamanten endlich seiner wahren Leidenschaft frönen und seine Einrichtungskünste unter Beweis stellen.

Das Ergebnis der schweißtreibenden Arbeit überzeugt nicht nur den "mieten, kaufen, wohnen"-Home Stager selbst. Durch den modernen Materialmix aus Holz, Stoff und Metall ist es Karsten Randall mit wenig Geld gelungen, die Wohnung hell, modern und wohnlich in Szene zu setzen. Und siehe da: Nach nur zwei Wochen ist die Immobilie zu einem Preis von 72.000 Euro statt ursprünglich angesetzten 68.000 Euro verkauft worden.

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