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"mieten, kaufen, wohnen": Dirk Löbling bekommt Nachhilfe im bayrischen Brauchtum

Dem Münchner Makler mangelt es an Trinkfestigkeit

Seit zehn Jahren wohnt der "mieten, kaufen, wohnen"-Makler Dirk Löbling nun in München. Kein Wunder, dass er auch das ein oder andere Oktoberfest besucht hat. Von seinem Kunden Jakob Rottmann kann er sich allerdings noch eine Scheibe abschneiden, denn so trinkfest wie der Bayer ist er noch lange nicht. Jakob sucht zur Wiesn-Zeit seine erste eigene Wohnung. Was sein Makler ihm für sein Geld zeigt, überzeugt den Studenten aber noch nicht. Für den zählt vorerst etwas anderes: Er will den gebürtigen Erfurter zu einem richtigen Wiesn-Gänger machen.

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In München Schwabing fühlt sich der routinierte Oktoberfest-Gänger Jakob Rottmann wohl. Auch die gezeigte Wohnung kann gefällt auf den ersten Blick. Die hübsche Küche wird leider nicht in der Wohnung bleiben, aber schon mit einem geringen Budget, so der Makler, ist eine Neue zu haben. "Für so hundert Maß", vermutet er. Doch der Makler ist kein Bierkenner. Mehr als eine Maß auf der Theresienwiese ist bei ihm nicht drin: "Das ist echt zu viel Flüssigkeit für mich, das schaffe ich nicht."

Was Kunde Jakob Rottmann nicht glaubt, zu schaffen, ist sich wohlfühlen und zwar im Schlafzimmer. In dem Raum mit den vielen, bodentiefen Fenstern kommt sich der Student zu sehr überwacht vor. "Das ist ein bisschen wie im Aquarium, wo von außen jeder reinschauen kann", meint er verunsichert. Deshalb will er das mit der Wohnung auch noch mal überdenken - bei einer Maß auf der Wiesn natürlich.

Dirk Löbling zeigt sich sportlich für den Sieg

mieten, kaufen, wohnen: Makler Dirk Löbling und sein Kunde fingerhakeln
Kunde Jakob Rottmann ist wild entschlossen, seinem Makler einige bayrische Traditionen nahe zu bringen. © VOX

Einige Tage später hat Dirk Löbling eine weitere Immobilie für seinen Kunden herausgesucht. Deshalb besucht der Makler Jakob in der typisch bayerischen Gaststätte, in der dieser neben der Uni jobbt. Bevor es hier aber zum geschäftlichen Teil kommt, will Jakob seinem immigrierten Makler aber noch einen typisch bayrischen Brauch näher bringen. Wer kein Bier vertragen kann, sollte sich schließlich anderweitig an die Münchener Gepflogenheiten anpassen.

Da gehört das Fingerhakeln als traditioneller alpenländischer Kraftsport definitiv dazu. Während Dirk Löbling sich siegessicher gibt, erklärt Fachmann Jakob die Spielregeln. "Jetzt geht's darum, dass man seinen gegenüber über den Tisch zieht", beschreibt er das Spiel. Schnell verkeilen sich die Zeigefinger der beiden Kontrahenten ineinander, schon geht das wilde Geziehe los. Doch ein Sieger kann in dieser Runde nicht gekürt werden, denn Schwups, rutschen die mit Kreide beschmierten Finger auseinander. "Sagen wir unentschieden", findet Jakob.

Unentschieden war sich der zünftige Bayer auch über das erste gesehene Objekt. Als er nun aber die zweite Immobilie begutachtet, wird ihm schnell klar: Du weißt erst was du hast, wenn du es nicht mehr hast. "Ich bin froh, dass wir uns die jetzt angeschaut haben, damit ich einen Vergleich habe", weiß Jakob die zweite Besichtigung zwar zu schätzen. Trotzdem entscheidet er sich letztlich für die erste Wohnung und wird den Münchener Stadtteil Schwabing schon bald seine neue Heimat nennen können.

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