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"mieten, kaufen, wohnen": Sabine Ruggeris engagierte Kundin möchte einen Flüchtling aufnehmen

Die Geschwister wollen einen Flüchtling in der WG aufnehmen
Die Geschwister wollen einen Flüchtling in der WG aufnehmen Ein Herzensprojekt in Hannover 00:15:30
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Diese Kunden haben das Herz am rechten Fleck

In Hannover kümmert sich "mieten, kaufen, wohnen"-Maklerin Sabine Ruggeri darum, dass ihre Kunden ein schönes Dach über dem Kopf haben. Genau das wollen nun auch ihre Kunden selbst versuchen. Tom und Nina Lage wollen eine Dreier-WG in der niedersächsischen Landeshauptstadt gründen und das dritte Zimmer an einen Flüchtling vermieten. Integration, glauben sie, könne so am besten funktionieren. "Wir würden ja auch mit jedem andere Studenten oder Azubi zusammenziehen", wiegelt Nina Lange mögliche Skepsis ab. Sabine Ruggeri ist von dem Projekt begeistert. Da gibt es nur ein Problem: Wird sich auch ein potentieller Vermieter auf das außergewöhnliche Wohnkonzept einlassen?

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Für eine WG-Gründung eignet sich besonders die Südstadt, weiß die routinierte Maklerin Sabine Ruggeri. In dem jungen Stadtteil leben überwiegend aufgeschlossene und weltoffene Menschen, die mit Teils auch Mal lauten Wohngemeinschaften kein Problem haben. Sicher wäre hier auch ein Flüchtling herzlich willkommen. "Wir wollen die Situation nutzen, um zu gucken, ob es möglich ist, mit einem jungen Flüchtling zusammenzuziehen", erzählt die engagierte Nina Lange. Mit Menschen aus anderen Kulturkreisen hat sie bisher nur gute Erfahrungen gemacht. "An drei Nachmittagen die Woche betreue ich Kinder", erzählt die Pädagogin. "Jetzt habe ich das auch geöffnet für Flüchtlingskinder, die dann ehrenamtlich dazu kommen können."

Kommt das Projekt auch beim Vermieter an?

Von so viel Engagement ist auch die Sabine Ruggeri begeistert. "Je jünger die Leute sind, desto besser", weiß sie aus Erfahrung. Auch die "mieten, kaufen, wohnen"-Maklerin flüchtete nämlich in den achtziger Jahren aus der DDR in den Westen und war glücklich, statt in einer Auffangstation bei einer lieben Familie untergekommen zu sein. Und wo kommt man sich in einer Wohngemeinschaft am schnellsten näher? In der Gemeinschaftsküche. Kundin Nina Lage träumt hier schon von exotischen Kochabenteuern zu dritt. "Die Flüchtlinge kommen ja generell aus der südlichen Hälfte unserer Weltkugel und da wird viel mehr mit Gewürzen und Schärfe experimentiert", läuft ihr beim Gedanken daran schon das Wasser im Mund zusammen.

Vor der Vermittlung möchte sich die interessierte Maklerin Sabine Ruggeri allerdings noch genau darüber informieren, was es bei der Aufnahme von Geflüchteten im Mietvertrag zu beachten gilt. Außerdem hat sie noch eine zweite Immobilie in petto. Hier ist besonders toll: Es gibt einen Balkon und der große Garten wird von der gesamten Hausgemeinschaft genutzt. "Schön, wenn man ein bisschen Grillen kann!", freuen sich die Geschwister. Und auch die "mieten, kaufen, wohnen"-Maklerin hat gute Nachrichten. Idealerweise sollten Tom und Nina Lage ihren Mitbewohner als Untermieter anmelden. "Dafür bekommt man dann eine Pauschale von der Stadt pro Tag", konnte sie in Erfahrung bringen. Jetzt ist nur noch eine Hürde zu nehmen, wie Tom weiß. "Jetzt kommt's nur noch auf den Vermieter an." Maklerin Sabine Ruggeri verspricht, ein besonders gutes Wort für dieses soziale Projekt einzulegen. Darüber freuen sich nicht nur Tom und Nina, sondern sicher auch der künftige Mitbewohner aus der Fremde.

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