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Mischlingshündin Stella

Hundeprofi Martin Rütter mit Gabriele und Martin Wegener. Foto: VOX/Mina-Trading

Unkontrollierter Jagdtrieb

Stella, die Mischlingshündin aus dem Tierschutz, ist entweder der sanftmütigste Hund der Welt, oder eine wilde Bestie - je nachdem ob sie einen anderen Hund trifft oder nicht. Jekyll und Hyde wären also fast schon passendere Namen für den Hund des Ehepaars Wegener, der mit seinen zwei Persönlichkeiten seine Menschen beinahe verzweifeln lässt. Stella ist ein super Hund, der für seine Halter allerdings zum Problem wird, wenn man das Haus verlässt. Kaum setzt sie einen Schritt vor die Tür, wittert sie Kaninchen und würde doch zu gerne ihrem Jagdtrieb nachgehen. Davon lässt sie sich auch nur kurzzeitig abbringen, wenn die Begegnung mit einem anderen Hund naht, denn dann rastet Stella aus.

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Der Hundeprofi führt ein paar Tests durch, um angemessene erste Trainingsschritte zu empfehlen, und bald ist klar, dass sich Stella zukünftig entscheiden muss: Futter hinterherjagen und den eigenen Bauch füllen, oder lieber andere Hunde ankläffen? 'Stella' fällt die Wahl nicht allzu schwer.

Das Training: Lieber futtern als jagen

Mischlingshündin Stella. Foto: VOX/Mina-Trading

1. Trainingsschritt: Alternativen schaffen mit Ersatzbeute

Wie so oft bei Hunden mit größeren oder kleineren Macken, fehlt auch in diesem Fall eine Alternative. Bei Stella heißt das, dass sie zwar jagen darf, aber eben nicht die Hasen oder Rehe, sondern ein Ersatzobjekt - Futter, Spielzeug oder Ähnliches. Zunächst werden Futterbröckchen geworfen, später kommt das Training mit dem Futterbeutel dazu. Wenn Stella sich für diese Ersatzbeute entscheidet, wird das Spiel fortgesetzt, der Spaß geht also weiter. Außerdem wird ganz nebenbei auch noch ihr Bauch gefüllt. Entscheidet sich Stella dagegen, wird das Spiel beendet, man geht nach Hause – und versucht es beim nächsten Mal erneut.

2. Trainingsschritt: Konfrontation mit anderen Hunden

Genau so wird auch die Aggression anderen Hunden gegenüber angegangen. Dafür ist es wichtig, möglichst ideale Trainingssituationen zu schaffen. Das bedeutet, dass der andere Hund erst mal weit weg sein sollte, um Stella ein richtiges bzw. erwünschtes Verhalten überhaupt zu ermöglichen. Wenn das klappt, kann der andere Hund in den nächsten Trainingseinheiten schrittchenweise näher kommen, bis auch dann Stella genau so gelassen reagiert wie anfangs bei der großen Entfernung.

3. Trainingsschritt: Zurückkommen

Zusätzlich wird das Zurückkommen auf ein Pfeifsignal hin antrainiert. Auf einen neutralen Reiz, der nicht so oft auftaucht (wie eben die Pfeife) hören Hunde meist besser, als auf die menschliche Stimme. Zusätzlich lernt Stella, dass bei der Pfeife eine Superbelohnung auf sie wartet, die sie sonst nicht bekommt.