Musik und Rebellion

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Musik und Rebellion

The Rolling Stones „Satisfaction“ (1965)

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Die drei Noten, die Keith Richards im Sommer 1965 auf seiner Fuzz-Gitarre spielte, wurden zur Fanfare der Jugendrevolte der sechziger Jahre. Bis heute ihr größter Hit, machte „(I Can’t Get No) Satisfaction“ die Rolling Stones zur neben den Beatles „greatest rock’n’roll band in the world“.

Steppenwolf „Born To Be Wild“ (1968)

Als Peter Fonda und Dennis Hopper 1969 im Kultfilm „Easy Rider“ auf ihren Harleys durch die USA cruisten, rockte dazu die von dem deutschen Einwanderer John Kay gegründete kalifornische Band Steppenwolf. Ihr Biker-Schlachtruf „Born To Be Wild“ wurde zum zentralen Song des Films und zum Manifest der Gegenkultur.

Frank Sinatra „My Way“ (1979)

„I dit it my way“: Berühmt machte die Ballade „Ol’ blue eyes“ Frank Sinatra im Jahr 1969. Im Original ein französischer Chanson, hatte Paul Anka einen neuen Text dazu geschrieben – fertig war das Lieblingslied aller Individualisten. Kaum ein Song wurde öfter und von unterschiedlicheren Musikern gecovert.

Lou Reed „Walk On the Wild Side“ (1972)

Eine coole Wanderung auf der wilden Seite des Lebens: Lou Reed, Ex-Sänger der legendären Velvet Underground, erzählte von der transsexuellen Holly, dem Groupie Candy Darling und weiteren Figuren der „Big Apple“-Halbwelt um Andy Warhols „Factory“. Der ultimative Sex & Drugs-Report des Jahres 1972!

Blondie „Heart Of Glass“ (1974)

Sie war „the most sexy thing Punk had to offer“: Debbie Harry, Ex-Playboy-Bunny und blondes Punk-Pinup. Aber erst als sie mit ihrer Band Blondie eine waschechte Disconummer aufnahm und damit nicht wenigen Fans vor den Kopf stieß, kam auch der Erfolg: „Heart Of Glass“ schaffte es in Deutschland, England und den USA auf Platz 1!

Sex Pistols „God Save the Queen“ (1977)

Sie rotzten auf alles – auch auf die Queen: Dass die zweite Single der Sex Pistols 1977 allerdings ausgerechnet zum 25-jährigen Thronjubiläum von Elisabeth II. erschien, war zunächst nicht geplant. Der Wirkung dieser Punk-Tirade tat das keinen Abbruch: „God save the queen, the fascist regime...“

Falco „Der Kommissar“ (1981)

Mehr als nur ein großer Hit: „Der Kommissar“ markierte 1982 für Falco (1957-1998) den Durchbruch als Solokünstler und bescherte ihm seine erste Nr. 1. Darüber hinaus aber gilt der Song als der erste echte weiße Rap-Hit der Pop-Historie – weshalb sich sein Urheber augenzwinkernd als „Godfather des weißen Rap“ bezeichnete.

Nena „99 Luftballons“ (1982)

Inspiriert wurde dieser friedensbewegte Popsong, der zu Nenas Erkennungslied und zum erfolgreichsten Hit der Neuen Deutschen Welle wurde, durch ein Rolling-Stones-Konzert in Berlin, bei dem jede Menge bunte Luftballons in den Himmel aufstiegen. Platz 1 in Germany und sogar Platz 2 in den USA!

Frankie Goes to Hollywood „Relax“ (1983)

Einer der kontroversesten Hits der achtziger Jahre: Die von Trevor produzierte Debütsingle von Frankie Goes To Hollywood propagierte offen die Homosexualität von Sänger Holly Johnson und Bandmitglied Paul Rutherford. Die BBC boykottierte den Song, MTV wollte den Videoclip nicht senden – dennoch wurde „Relax“ ein Megahit.

Whitney Houston „I Will Always Love You“ (1992)

Nicht wenige glauben, dass Whitney Houstons (1963-2012) skandalträchtige Ehe mit Sänger Bobby Brown und ihr verhängnisvoller Drogenkonsum eine sehr persönliche Rebellion gegen ihr sauberes Showbiz-Image waren. Ihr größter Hit, die Ballade „I Will Always Love You“ aus dem Film „Bodyguard“, stammt von 1992, dem Jahr ihrer Hochzeit.

Britney Spears „...Baby One More Time“ (1998)

Ebenfalls gegen ihr cleanes Image rebellierte Teen-Idol Britney Spears – und das höchst medienwirksam: Bei den MTV Video Music Awards 2003 tauschte sie auf der Bühne einen Zungenkuss mit Madonna. Der Skandal war perfekt, weitere sollten folgen. Brits größter Erfolg bleibt ihr Einstandshit von 1998, „...Baby One More Time“.

Amy Winehouse „Rehab“ (2006)

„They tried to make me go to rehab but I said: No, no, no!“ Oder: Lasst mich mein Leben so leben wie ich es will! Der trotzige Neo-Soulhit von 2008 wurde zum größten Erfolg und zum Vermächtnis der ungeheuer talentierten Amy Winehouse. Am 23. Juli 2011 starb sie in ihrer Londoner Wohnung mit nur 27 Jahren an den Folgen einer Alkoholvergiftung.