Nehmen Sie die Sommerfrüchte mit in den Herbst

Marmelade einkochen
© Claudia Baldassarre

Die Zeit ist reif…

Die Tage werden kürzer und der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Bald ist Herbst und somit die perfekte Zeit zum Marmelade Kochen. Die Früchte, die den Sommer über geerntet wurden, werden nun mit den verschiedensten Zutaten und auf unterschiedlichste Arten eingekocht. Sei es als Gelee oder als Marmelade, sei es als Einfrucht- oder Mehrfruchtmarmelade. Doch woher kommt eigentlich die Idee, Obst einzukochen? Gegen Ende des 18. Jahrhunderts musste ein spanisches Schiff in den Hafen von Dundee in Schottland einlaufen, da es in einen Sturm geriet. Die mitgeführten Bitterorangen waren leider faul und roh nicht mehr genießbar. Trotzdem fand sich ein schottischer Händler, der das Obst für wenig Geld erwarb. Seine Frau zerkleinerte die Orangen und kochte sie zusammen mit Zucker ein. Der Verkauf ihrer Marmelade lief gut und so entstand bald die erste Marmeladenmanufaktur der Welt.

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Konfitüre oder Marmelade?

Konfitüre oder Marmelade?

Im deutschen Sprachgebrauch existiert fast ausschließlich das Wort Marmelade, der Ausdruck Konfitüre wird kaum noch verwendet. Aber wo liegt der Unterschied zwischen den beiden Begriffen? Fälschlicherweise wird Konfitüre meistens Marmelade genannt. Zur Marmelade zählen allerdings nur Brotaufstriche, die aus Zitrusfrüchten gewonnen wurden, d.h. aus Zitronen, Orangen oder Grapefruits. Alle Aufstriche, die aus anderen Früchten hergestellt wurden, dürfen sich laut der Konfitürenverordnung Konfitüre nennen. Wenn man es also genau nimmt, gibt es eigentlich keine Erdbeer- oder Himbeermarmelade.