SONNTAGS I 17:00

Neues von Mercedes

Neues von Mercedes

Erfolgreich in die Elektroszene

Steigende Spritkosten, erhöhtes Umweltbewusstsein: Der Vormarsch von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben ist nicht mehr aufzuhalten. Auch Mercedes hat sich auf die Fahnen geschrieben, umweltbewusste und ökologische Autos zu produzieren. Erste Anläufe, den Benzinverbrauch zu senken, unternahm der Stuttgarter Autokonzern mit den Modellvarianten Blue Efficiency. Mit der A-Klasse E-Cell und der B-Klasse F-Cell, die an ausgewählte Kunden verleast werden, und dem SLS AMG E-Cell, der ab 2013 in einer Kleinserie auf den Markt kommt, wollen sich die Schwaben nun erfolgreich in der Elektroszene etablieren!

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Mit dem 95 PS starken Elektromotor kommt man mit der A-Klasse zügig und geräuschlos durch die Stadt. Die Reichweite soll bei citytauglichen 200 Kilometern liegen. Mit Starkstrom ist der E-Cell in acht Stunden wieder vollgeladen. An der hauseigenen Steckdose dauert es aber doppelt so lang.

Problem Reichweite

Wer längere Strecken fahren muss, dürfte die B-Klasse bevorzugen. Die eingebaute Brennstoffzelle leistet 136 PS und verfügt über eine Reichweite von 400 Kilometern. Allerdings benötigt der F-Cell Wasserstoff, um daraus Strom zu erzeugen. Das Tankstellennetz für Wasserstoff ist in Deutschland aber kaum ausgebaut. Außerdem benötigt die aufwendige Brennstoffzellentechnik viel Platz, weshalb der Kofferraum der B-Klasse nur eingeschränkt nutzbar ist.

Auch den Flügeltürer SLS setzt Mercedes unter Strom und schickt ihn geräuschlos auf die Straße. Der in grellem gelb lackierte AMG E-Cell wird von vier radnahen Elektromotoren angetrieben, die es zusammen auf eine Systemleistung von 533 PS bringen. Den Sprint von null auf Tempo 100 schafft der Elektrosportler in 4,2 Sekunden und muss damit den Vergleich mit dem benzinbetriebenen Modell nicht scheuen. Einziger Schwachpunkt ist aber auch hier wieder die Reichweite: Die angepeilten 200 Kilometer sind bei sportlicher Fahrweise nicht annähernd zu erreichen.