Opera Europa: Musiktheater als Streaming

Eva Kleinitz
Eva Kleinitz ist erste Präsidentin von Opera Europa. Foto: Martin Sigmund/Oper Stuttgart © DPA

Online-Streaming von Opern-Aufführungen im Internet trifft nach Angaben der Organisation Opera Europa auf außerordentliches Interesse. "Das ist eine wahre Erfolgsgeschichte", sagte Eva Kleinitz, Stuttgarts Operndirektorin, am Freitag.

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Die kostenlos zur Verfügung gestellten Aufzeichnungen aus 15 europäischen Opernhäusern hätten "sehr gute Einschaltquoten".

Die 13 Opern, die in den ersten elf Monaten dort liefen, wurden demnach insgesamt fast rund eine Million Mal angeklickt. Auch die Verweildauer sei höher als bei anderen Gratis-Inhalten. "The Opera Platform" ist vor einem Jahr ins Leben gerufen worden.

Das Angebot werde von vergleichsweise vielen Menschen in Finnland oder der Ukraine, wo es nur wenige Opernhäuser gibt, genutzt, sagte Kleinitz. Sie übernimmt im September 2017 die Intendanz an der Nationaloper in Straßburg. Rege Nachfrage gebe es auch in Amerika.

Ziel der Plattform sei es, gemeinsam eine Art europäische Opernsaison zu kreieren - mit abgestimmten Programmen, Interviews und anderen Stücken. Die Aufführungen sind dann sechs Monate verfügbar. Zweiter deutscher Partner neben Stuttgart ist die Komische Oper Berlin.

Opera Europa ist ein Verbund von 160 Opernhäusern und Festivals. Rund um den Europa-Tag am 9. Mai richten viele Opernhäuser zum zehnten Mal die European Opera Days aus.


dpa