Pillen und Pulver aus dem Internet können lebensgefährlich sein

Fast jedes dritte ausländische Nahrungsergänzungsmittel aus dem Netz enthält illegale und hochgradig gesundheitsschädliche Substanzen.
Sie sehen harmlos aus, können aber massiv der Gesundheit schaden: Pillen und Pulver aus dem Internet. © dpa, C3472 Frank May

Sogenannte Nahrungsergänzungsmittel versprechen wahre Wunder: Angeblich nur mit pflanzlichen Wirkstoffen sollen die Pillen, Tees oder Pülverchen uns zu der Traumfigur oder dem tollsten Sex überhaupt verhelfen. Nach einer aktuellen Untersuchung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen allerdings führen die angeblichen Wundermittel zum Schlaganfall, Kollaps und sogar zum Tod. Wie gefährlich sind Pillen und Co. aus dem Internet wirklich?

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Fast jedes dritte ausländische Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet enthält illegale und hochgradig gesundheitsschädliche Substanzen, so die Verbraucherschützer. Und das, obwohl viele Tees und Pülverchen als pflanzlich und damit angeblich harmlos gekennzeichnet sind.

Der Pillen-Online-Handel ist ein Milliardengeschäft und ein Schlupfloch für verbotene Substanzen. Neun von zehn Produkten dürften aufgrund gravierender Kennzeichnungsmängel überhaupt nicht angeboten werden, so die Verbraucherzentrale NRW. Jedes vierte Mittel war nur in Englisch oder fachchinesisch beschriftet.

Falsche Gütesiegel werden teilweise unverfroren verwendet. Und die Risiken durch Kombination der Mittel mit anderen Arzneimitteln werden überhaupt nicht erwähnt. Das fatale ist, dass das Internet ein gesetzloser Raum ist.

Der Apothekerverband warnt: "Die Produkte haben schwerste Nebenwirkungen und können Krebserkrankungen auslösen oder sogar zum Tod führen." Sie sollten Mittel aus dem Internet also mit Vorsicht genießen - und bestensfalls ganz auf sie verzichten.