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Ransom: Das Interview mit Luke Roberts

Gelingt es dem Top-Experten Eric Beaumont (Luke Roberts, l.), bei der Verhandlung mit den Entführern von sich zu überzeugen?
Luke Roberts spricht im Interview über "Ransom". © Maxine, VOX / 2016 Ransom Televisi

Luke Roberts spielt den Top-Ermittler Eric Beaumont

Der englische Schauspieler Luke Roberts spielt in dem neuemn Crime-Dram den Verhandlungsspezialisten „Eric Beaumont“. Wir haben ihn zum Interview getroffen.

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Worum geht es in der Serie "Ransom"?
Luke Roberts: "Ransom" portraitiert das Leben von privaten Verhandlungsspezialisten und ihren Kriminalfällen. Die Charaktere sind gerade alle in einem extremen Moment ihres Lebens. Sie arbeiten an schwierigen Fällen und müssen jedes Mal eine Topleistung abrufen. Für mich ist es total interessant, die Rolle "Eric Beaumont" zu spielen, weil er einfach einer der besten Krisenmanager der Welt ist und versucht jeden Fall gewaltfrei zu lösen.

Wie würden Sie Ihre Rolle des Eric Beaumont beschreiben?
Luke Roberts: Eric Beaumont hat früher beim FBI gearbeitet. Sein Verhandlungs-Stil ist durch seine Vergangenheit geprägt. Im Grunde ist er ein freundlicher, guter und ehrenhafter Mensch, aber er hat traumatische Erlebnisse hinter sich und vor allem eins verfolgt ihn noch immer. Diese Erlebnisse haben ihn aber in eine neue, andere Richtung gelenkt. Es geht vor allem darum Zugeständnisse zu machen. Er arbeitet nach dem Prinzip: Wenn du mir etwas gibst, gebe ich dir etwas zurück. Generell verhandeln wir in unserem Leben die ganze Zeit. Eric hat die Fähigkeit, schnell herauszufinden, was die sogenannten "Baddies", die Bösewichte, brauchen und wollen. Er kann sehr schnell Dinge in die Tat umsetzen, um eine potenzielle Katastrophe zu verhindern.

Gibt es Eigenschaften, die Sie mit Eric Beaumont gemeinsam haben?
Luke Roberts: Ich vertraue meinen Instinkten und meinen Fähigkeiten nicht so sehr, dass ich Extremsituationen wie eine Geiselnahme problemlos wegstecken könnte (lacht). Deswegen sind die Figuren in "Ransom" auch Superhelden für mich. Als ich die Rolle "Eric Beaumont" bekam, habe ich viel darüber nachgedacht, welche Figur man als Zuschauer am ehesten sein will. Und ich glaube die meisten wollen "Eric" sein. In der Welt da draußen gibt es wahre Helden, die vor nichts Angst haben. Diese Furchtlosigkeit entsteht manchmal aus Courage, einem Gemeinschaftssinn oder dem Wunsch anderen Menschen zu helfen. Und Eric hat alle drei Komponenten!

Was macht Eric Beaumont so erfolgreich?
Luke Roberts: Eric ist ein sehr intelligenter Mann. Seine Erfolgsrate ist vor allem deshalb so hoch, weil er immer an seine Grenzen geht, um die Geiselnahme zu beenden und um herauszufinden, was die Geiselnehmer wollen. Außerdem hat er das beste Team der Welt. Er hat den besten psychologischen Profiler Oliver Yates. Als Chefermittlerin hat er die New Yorker Ex-Polizistin Zara Hallam und er hat Maxine, die alles dafür tut, um Teil des Teams zu werden, obwohl ihre Mutter bei einem Einsatz von Beaumont gestorben ist. Eric hat die besten Leute, die beste Technologie, die besten Autos und natürlich die besten Anzüge (lacht).

Was verbinden Sie mit Laurent Combalbert, dem realen Vorbild der Serie?
Luke Roberts: Ich habe mit Laurent ausgiebig über seine Arbeit geredet. Er hat mir wirklich einen genauen Einblick in sein Leben gegeben. Ich habe bemerkt, dass er so etwas wie eine Schutzhülle um seinen Körper trägt. Er ist ein höflicher, kultivierter Mann. Er kann mit Menschenmengen genauso gut umgehen, wie mit einzelnen Personen. Aber das Coole an Laurent ist, dass er absolut kein "Bad Ass" ist, obwohl er die Möglichkeit hätte. Sein Ziel ist es, zu gewinnen, ohne dabei arrogant zu wirken. Alleine schon wie er Pausen während des Redens macht – die Täter wissen bei ihm immer, dass er ihnen drei Schritte voraus ist und sie keine Chance gegen ihn haben. Laurent hat diesen coolen Unterton. Ich hoffe, mir gelingt es, diese Coolness schauspielerisch umzusetzen.

Was macht einen guten Vermittler aus?
Luke Roberts: Um ein erfolgreicher Vermittler zu sein, musst du vor allem Menschen mögen. Du musst nicht unbedingt die Gedanken der Menschen lesen können – Eric Beaumont zum Beispiel macht das nie – sondern ein wirkliches Interesse daran haben, wie Menschen ticken. Du brauchst unheimlich viel Empathie! Es sind wirklich sonderbare Situationen, in denen sich Vermittler befinden, aber du musst immer die Gefühle nachempfinden können. Auch wenn die Leute moralisch verwerfliche Sachen machen oder etwas tun, das gegen die gesellschaftlichen Werte verstößt.