"Real Cool Runnings": Amos wegen Herz-OP im Krankenhaus

Im Krankenhaus wurde "Real Cool Runnings"-Läufer gründlich durchgecheckt
Amos wegen Herz-OP im Krankenhaus © Daniel van Moll, VOX/Daniel van Moll

Kenianer musste fünf Stunden operiert werden

"Ich will ein Champion werden!" Das war das Ziel, das sich der kenianische Läufer Amos für "Real Cool Runnings" gesetzt hatte. Doch dann kam alles anders für den 21-Jährigen: Bei Amos wurde ein Herzfehler festgestellt, der sogar zum Tod hätte führen können.

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Entdeckt wurde sein Leiden erst hier in Deutschland, als er sich nach dem Training mit Anni Friesinger plötzlich schlecht fühlte und daraufhin im Krankenhaus gründlich durchgecheckt wurde. Die Diagnose: Eine extrem seltene Koronaranomalie. Professor Rüdiger Lange, ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums München, erklärt diesen Fall: "Im Speziellen entspringt das rechte Herzkranzgefäß aus dem Bereich der linken Herzkranzarterie. Damit nimmt das rechte Herzkranzgefäß eine atypischen Verlauf und ist zusätzlich an seinem Ursprung verengt, wodurch es bei körperlicher Belastung zu Schwindel, im Extremfall zu Herzkammerflimmern und dann zum gefürchteten plötzlichen Herztod kommen kann."

In einer fünfstündigen Operation wurde daraufhin der Verlauf dieses Herzkranzgefäßes erweitert. Das Ergebnis der Operation ist laut Professor Lange sehr zufriedenstellend: "Nur auf Grund dieser extrem komplexen chirurgischen Maßnahme ist es Herrn C. möglich, in Bezug auf seine Herzfunktion künftig völlig sorgenfrei zu leben und auch weiter Leistungssport zu machen."

"Gott wollte mir die Chance geben, hier gesund zu werden.“

Amos ist glücklich, dass der Herzfehler rechtzeitig entdeckt wurde
Amos ist glücklich, dass der Herzfehler rechtzeitig entdeckt wurde © Daniel van Moll, VOX/Daniel van Moll

Amos' Schicksal hat somit in Deutschland eine ganz unerwartete Wendung genommen. "Vielleicht war es gar nicht meine Challenge, Eisschnellläufer zu werden, sondern Gott wollte mir die Chance geben, hier gesund zu werden."

Für Eisschnelläuferin und Trainerin Anni Friesinger zählt nur eins: "Der Sport ist jetzt erst mal nebensächlich. Amos muss jetzt gesund werden – und dabei werden die Jungs und ich ihm so gut wie möglich helfen. Es ist sehr traurig, dass Amos nicht hier sein kann, aber in Gedanken wachen wir mit ihm auf und gehen mit ihm ins Bett. Er ist und bleibt ein Teil des Teams und wir werden auch für ihn laufen."