SONNTAGS I 17:00

Restwertleasing

Restwertleasing

Böse Überraschung bei der Rückgabe

Der Mietkauf ist bei Firmen und großen Konzernen längst normal und auch bei Privathaushalten wird das Auto-Leasing immer beliebter. Etwa 50 Prozent der Neuwagen sind geleast. Doch was viele nicht wissen: Bei der Rückgabe kann es zu bösen Überraschungen kommen!

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Das musste auch Joaquim Simoes erleben, der seinen Opel Zafira nach fünf Jahren wieder zurückgeben wollte. Er sollte eine Nachzahlung von 7.000,- EUR bezahlen. Bei Vertragsabschluss wurde nämlich ein Rücknahmewert von 17.000,- EUR vereinbart. Tatsächlich ist der Opel Zafira auf dem Gebrauchtwagenmarkt aber nur noch 10.000,- EUR wert. Die Differenz sollte der Leasingnehmer ausgleichen. Herr Simoes nahm sich einen Anwalt und klagte. Das Landgericht Mönchengladbach gab ihm Recht. Schließlich wurde der Kunde nicht hinreichend auf das Restwertrisiko aufmerksam gemacht.

Vorsicht bei scheinbar günstigen Angeboten!

Viele Experten kritisieren mittlerweile solche Leasingverträge, die mit Privatleuten eingegangen werden, als unseriös. Denn ob ein Fahrzeug in zwei Jahren einen bestimmten Restwert hat oder nicht, kann der durchschnittliche Verbraucher gar nicht wissen, da er den Markt kaum kennt. Ob der Weiterverkaufswert vom Leasinggeber also richtig oder falsch taxiert wurde, vermag ein Privatmann in der Regel kaum einzuschätzen.

Auch wenn also ein scheinbar unschlagbares Angebot lockt, sollte man sich vorher genau überlegen, ob man ein Auto leasen will: Das könnte einen am Schluss nämlich teuer zu stehen kommen.