Rosenkohl

Rosenkohl

Rosenkohl - wichtiger Vitamin- und Mineralstoffspender

Rosenkohl zählt zu den feinen Gemüsen und wird deshalb auch gern zu einem Braten gereicht. Die hell- bis dunkelgrünen 'Röschen' werden nur etwa walnussgroß. Die Ernte ist sehr arbeitsintensiv, denn in der Regel wird jedes einzelne Röschen noch in Handarbeit vom Strunk gelöst. Die bis zu einen Meter hohen Kohlpflanzen verlangen eine relativ aufwendige Pflege, gute Wasserversorgung und einen nährstoffreichen Boden.

- Anzeige -

Kaltes Wetter macht den 'Kleinen' nichts aus, im Gegenteil, nach dem ersten leichten Frost wird das Gemüse noch aromatischer und zarter, der natürliche Zuckergehalt steigt und sein etwas strenger Geschmack wird gemildert. Der heimische Rosenkohl kann mancherorts bis in den April hinein geerntet werden, weil die Pflanzen frostige Temperaturen vertragen. Da die Röschen keine lange Lagerung tolerieren, müssen sie stets frisch angeboten werden. Große Bedeutung auf dem heimischen Markt hat Rosenkohl zudem in tiefgefrorener Form. Der 'Kälteschlaf' bekommt ihm besonders gut, denn seine Zellstruktur wird dadurch lockerer, was ihn leichter verdaulich macht.

Rosenkohl ist zwar etwas kalorienreicher als seine Verwandten, aber ein wichtiger Vitamin- und Mineralstoffspender. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten, sollten die Röschen in möglichst wenig Wasser, besser noch in Fleisch- oder Hühnerbrühe, nur etwa 15 Minuten gegart werden. Sie schmecken am besten, wenn sie noch Biss haben. Die Garzeit lässt sich noch weiter reduzieren, wenn man die Strunkenden einfach oder kreuzweise leicht einschneidet. Fein gehackte angebratene Zwiebeln verleihen ihm eine besonders aparte Note. Mit Muskatnuss und Basilikum gewürzt und mit etwas Butter oder Sahne übergossen, passt Rosenkohl hervorragend zu Fleisch-, Wild- und Geflügelgerichten. Richtig 'aufmotzen' kann man die kleinen Röschen, wenn sie zusammen mit karamellisierten Maronen serviert werden - ein besonderer Gaumenschmaus.

Verkauf

Der Verkauf von Rosenkohl erfolgt lose oder in Netzen. Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass die Knospen dicht und geschlossen sind und keine gelben oder gar welken Außenblätter haben, denn man muss sowieso mit rund 20 Prozent Abfall rechnen. Aber das sollte niemanden davon abhalten, das Feingemüse in der

kalten Jahreszeit häufiger auf den Tisch zu bringen.