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Scheidenblutung

Scheidenblutung

Ausfluss bei Hunden

Kommt es bei Hunden zu Ausfluss (Fluor), kann es dafür unterschiedliche Gründe geben. So kann beispielsweise eine Reizung oder Entzündung die Ursache für wässrige, schleimige oder blutige Flüssigkeit sein, die dauerhaft, periodisch oder unregelmäßig austreten kann.

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Während Ausfluss bei Rüden beispielsweise häufig Zeichen einer Vorhautentzündung oder einer Harnwegsinfektion sein kann, kann Ausfluss bei Hündinnen - neben einem bakteriellen Infekt - ein Hinweis für die (erste) Läufigkeit oder eine mögliche Schwangerschaft sein. Und auch bis zu vierzehn Tage nach der Geburt ist es üblich, dass der Körper bzw. die Gebärmutter des Muttertieres für eine kurze Zeit Sekret absondert, u. a. um kleine Haut- oder Schleimpartikel und Bakterien aus dem Körper abzutransportieren.

Wird bei einem Hund ungewöhnlicher Ausfluss beobachtet, ist es in jedem Fall ratsam, einen Tierarzt zu konsultieren, um die Ursache abzuklären und diese eventuell medikamentös behandeln zu lassen.

Rehpinscherhündin mit Blutungen

Scheidenblutung

Dr. Wolf untersucht die vierzehnjährige Rehpinscherhündin "Baby", der vor etwa einem halben Jahr die Gebärmutter und Eierstöcke aufgrund einer Gebärmutterentzündung (Pyometra) entfernt wurden. Seit ein paar Tagen hat die Hündin blutigen, bräunlichen Ausfluss und zeitweise ist ein kleiner Knubbel am Scheideneingang zu erkennen. Bei einer Pyometra-Operation wird die vereiterte Gebärmutter zwischen innerem und äußerem Muttermund abgesetzt, so dass ein Stumpf entsteht. Dieser Stumpf kann sich entzünden (Stumpfpyometra), Dr. Wolf vermutet allerdings eine andere Ursache für die Blutungen.

Mit einem Ultraschallgerät wird "Babys" Unterleib untersucht, die Aufnahmen zeigen jedoch keine Veränderungen. Der Tierarzt untersucht die Vagina der Hündin mit einem Spekulum und einer Kamera und kann eine Zubildung am Scheideneingang erkennen. Hierbei handelt es sich um eine Ausstülpung der Schleimhaut, die sich durch die hormonelle Veränderung im Körper nach einer Pyometra-OP bilden kann, wenn das Bindegewebe erschlafft und nachgibt. Der Tierarzt geht davon aus, dass die Zubildung nicht tumorös ist und schnell behandelt werden kann. Dr. Wolf führt ein Wattestäbchen mit Gel ein, das die Schleimhaut zusammenzieht und somit die Blutung stoppt. Das Gel sollte ein- bis zweimal am Tag verwendet werden.

Buchtipp:
Dr. Wolf Tiersprechstunde für Hunde
Kosmos, 2003
ISBN 978-3-440-09587-4, EUR 12,95
124 Seiten
Im VOX-Hundelexikon

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