Schweinefleisch im Test: Teurer ist nicht gleich besser

Schweinefleisch bei Öko-Test
So sollte es qualitativ hochwertiges Stück Schweineschinken aussehen - doch häufig spricht ein hoher Preis nicht für gute Qualität. © ExQuisine - Fotolia

Nur strenge Vorschriften gewährleisten hohe Qualität

Die meisten von uns denken: Wenn ich mein Fleisch beim Metzger oder direkt an der Frische-Theke im Supermarkt kaufe, ist die Qualität in jedem Fall höher. Schließlich zahle ich für Schweinebraten, Hackfleisch und Co. deutlich mehr als beim Discounter. Öko-Test deckt jetzt allerdings auf: Der höhere Preis steht nicht in Zusammenhang mit einer besseren Qualität.

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Denn die meisten Metzger beziehen ihr Fleisch mittlerweile von extern, nur rund 30 Prozent schlachten noch selbst. Demzufolge bekommt der Verbraucher, der sich an der Fleischtheke oder beim Metzger anstellt, oftmals jene Ware, die ebenso von Großschlachtereien stammt wie das Billigfleisch bei Aldi, Lidl und Co. Anders sieht das bei Bio-Schweinefleisch aus: Strenge Vorschriften gewährleisten hohe Qualität - und die hat ihren Preis.

Öko-Test rät dazu, die Finger von Billigfleisch zu lassen, da höherpreisige Qualitätsfleischprogramme trotz aufgedeckter Mängel eine gute Alternative sind. Allerdings sollten Sie dabei darauf achten, welche Standards genau bei diesen Marken bezüglich Fleischqualität und Haltungsbedingungen vorgeschrieben sind. Hohe Anforderungen setzt beispielsweise die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH).

Unser Tipp: Augen auf beim Schweinefleisch-Kauf! Das Lieblingsfleisch der Deutschen ist nur von guter Qualität, wenn es in rohem Zustand angenehm frisch riecht, fest ist und auf Fingerdruck leicht nachgibt. Außerdem sollten Sie Schweinefleisch stets frisch einkaufen und möglichst rasch zubereiten.