SAMSTAGS I 18:00

Skorpione

(Foto: VOX/VP)

Spannende Wohngemeinschaft

hundkatzemaus-Reporterin Diana Eichhorn besucht Florian Koston in seiner außergewöhnlichen WG - hier lebt der Reptilien-Fan mit mehr als 40 Skorpionen unter einem Dach!

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Die stacheligen Mitbewohner gehören zur Klasse der Spinnentiere. Gegenwärtig sind etwa 1.500 Arten bekannt, deren Körperlänge zwischen 13 mm und 20 cm variiert. Immerhin vermutlich 25 der 1.500 Arten sind mit ihrem Gift in der Lage, einen Menschen zu töten, doch längst nicht alle Arten konnten bislang auf ihre Giftigkeit untersucht werden.

Florian erklärt Diana Wissenswertes über die anspruchsvolle Haltung und Zucht dieser Tiere und präsentiert stolz seinen Rindenskorpion-Nachwuchs.

Die Jungtiere sind nach der Geburt völlig hilflos, weil ihre Stacheln und Scheren noch zu weich und deshalb nicht einsatzbereit sind. Bis zu ihrer ersten Häutung, die 1 bis 2 Wochen nach der Geburt stattfindet, leben die Jungtiere auf dem Rücken der Mutter. Nach der ersten Häutung hat der Nachwuchs einen eigenen starken Panzer, der ihn schützt.

Vorsicht ist angesagt!

(Foto: VOX/VP)

Doch obwohl Skorpione aufgrund dieses Panzers einen recht robusten Eindruck machen und viele Monate ohne Nahrung auskommen können, sind sie in der Haltung sehr anspruchsvoll und nicht zu unterschätzen: so ist es extrem wichtig, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Terrarien exakt dem tropischen Klima nachempfunden werden. Denn die meisten Skorpionarten können sich nur in einem bestimmten Klima häuten. Ist dieses nicht gegeben, stirbt der Skorpion, da er innerlich weiter wächst und sein immer gleich groß bleibender Panzer ihn erdrückt.

Der Skorpionzüchter hält insgesamt elf verschiedene Arten in den unzähligen Terrarien, u.a. auch einen Kaiserskorpion, der eine Größe von 20 cm erreichen kann und dementsprechend kräftig ist. Aus diesem Grund sind an seiner Behausung kleine Türstopper angebracht, da das Tier mühelos die Scheibe seines Terrariums aufdrücken könnte! Und auch der afrikanische Wüstenskorpion ist mit Vorsicht zu genießen, vor allem, weil man immer noch nicht sicher ist, wie gefährlich sein Gift für den Menschen wirklich ist... Auf jeden Fall sollte man immer eine grundlegende Faustregel beachten: Je kleiner die Scheren, desto giftiger der Skorpion...! Tiere mit kleinen Werkzeugen sind nämlich darauf angewiesen, dass ihre effektivste Waffe, das Gift, schnell und zuverlässig wirkt.

Skorpione sind definitiv keine "Haustiere" im klassischen Sinne. Es handelt sich hierbei um sehr giftige Tiere, die höchstens von erfahrenen Terrarianern gehalten werden sollten!

Kontakt:

Homepage von Florian Koston

www.Wildes-Terrarium.de

Buchtipp:

Skorpione im Terrarium

Watz, Martin

Ulmer, Eugen 2008

ISBN 978-3800156580, EUR 24,90

96 Seiten

HIGHLIGHTS

"hundkatzemaus" und "Harte Hunde"
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