Smoothies: Das leckere Getränk aus den USA

Smoothies: Das leckere Getränk aus den USA
© Udo Kroener

Leckerer Obsttrend aus den USA

Es klingt verlockend: die tägliche Ration Obst in einem Becher oder einer Flasche. Doch können Smoothies dieses Versprechen wirklich halten und unseren täglichen Bedarf an Obst und Gemüse tatsächlich ersetzen? Die neuen Trendgetränke gibt es entweder frisch gemixt oder fertig aus der Flasche. Welcher Fruchtmix ist besser, was kommt alles hinein und worauf muss man als Fan des Becherobstes achten? Smoothies selbst mixen ist eigentlich ganz einfach. Doch welche Früchte eignen sich dafür und was kann sonst noch alles in den Mixer?

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Herstellung

Obst wird einfach in einen Mixer gegeben, dazu etwas Direktsaft und nach Belieben Eiswürfel. Das Ganze einmal gut durchmixen und fertig ist der Smoothie. Im Grunde eignet sich dazu jede Obstsorte. Grundsätzlich sollte das Obst schön reif sein, weil es dann intensiver schmeckt, weicher in der Konsistenz ist und sich etwas besser verarbeiten lässt. Außer frischem Obst kann man auch gefrorene Früchte verwenden. Im Sommer kann ein Smoothie also auch ein gesunder Eisersatz sein. In der Industrie werden in der Regel fertige Fruchtpürees und Säfte einfach vermischt. Anschließend wird der Fruchtmix einmal kurz erhitzt, um Bakterien und Mikroorganismen abzutöten. Dieser Vorgang nennt sich pasteurisieren, unpasteurisiert wären die Fruchtdrinks aus der Flasche nur ca. drei Tage haltbar, nach dem Erhitzen halten sie nun mehrere Wochen. Auch wenn der Obstmix nur kurz erwärmt wird, geht dabei natürlich ein kleiner Teil der Vitamine verloren. Ein frischer selbst gemachter Fruchtmix ist also am gesündesten. Die reine Obstmischung kann man auch beliebig verfeinern, z.B. mit Eis, Joghurt oder sogar mit Müsli. Dadurch steigt natürlich auch der Kaloriengehalt. Ein solcher Mix ist dann schon eine vollwertige Zwischenmahlzeit.

Inhaltstoffe

Smoothies: Das leckere Getränk aus den USA
© dpa, A3763 Salome Kegler

Für Smoothies gibt es keine Vorschriften was genau sie enthalten dürfen. Ein guter Smoothie sollte mindestens zu 50 Prozent aus Fruchtpürees bestehen, je mehr desto besser. Das unterscheidet Smoothies auch von Fruchtsäften, denn durch das Pürieren landen viel mehr sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe und Vitamine im Becher oder in der Flasche als beim gepressten Saft. Dadurch sind die Getränke dickflüssiger und sättigender als ein Fruchtsaft. Im Gegensaft zu Smoothies aus der Flasche, hat man beim Selbstmixen die Möglichkeit, wirklich die ganzen Früchte, also z.B. auch Äpfel mit Schale zu verwenden. Dadurch landen wertvolle Vitamine, die beim Apfel direkt unter der Schale sitzen ebenfalls im Smoothie. Für industriell hergestellte Produkte werden meist fertige Fruchtpürees verwendet. Das hat den Vorteil, dass die Früchte jeweils in der Saison oder im Herkunftsland wie z.B. Brasilien reif geerntet werden. Dadurch sind sie natürlich hochwertiger und auch geschmackvoller, als wenn man etwa Bananen verwenden würde, die unterwegs auf dem Schiff gereift sind.

Für Smoothies gibt es keine Vorschriften was genau sie enthalten dürfen, d.h. es gibt unter dem Namen Smoothie auch Fruchtgetränke, die aus Fruchtkonzentraten, Nektar oder konzentrierten Säften bestehen. Daher empfiehlt sich, beim Einkauf von Smoothies in der Flasche auf die Zutatenliste zu schauen, ob das Getränk wirklich aus pürierten Früchten mit Zusatz von Direkt-Säften hergestellt ist.

Können Smoothies frisches Obst oder Gemüse ersetzen?

Smoothies enthalten einen wesentlich höheren Anteil an ganzen Früchten als gepresste Fruchtsäfte. Allerdings geht besonders bei der industriellen Verarbeitung ein Teil der Vitamine und Pflanzenfasern verloren. Smoothies sind dadurch weniger sättigend.

Ernährungsexperten raten daher weiterhin zu frischem Obst. Eine der empfohlenen fünf Obst- oder Gemüserationen pro Tag kann ein guter Smoothie mit hohem Anteil an Fruchtpüree aber ersetzen. Smoothies können unseren täglichen Bedarf an Obst und Gemüse also nicht ersetzen, aber wunderbar ergänzen.