Spannung vor Verleihung der Goldenen Palme

Regisseurin Maren Ade
Könnte eine Palme gewinnen: Regisseurin Maren Ade in Cannes. Foto: Clemens Bilan © DPA

Beim Internationalen Filmfestival Cannes werden an diesem Sonntagabend die Hauptpreise verliehen. Die Goldene Palme für den besten Film ist dabei die höchste Auszeichnung. Weitere Ehrungen gibt es unter anderem für die besten Schauspieler und die beste Regieleistung.

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Im Wettbewerb konkurrieren in diesem Jahr 21 Filme um die Goldene Palme. Die Preise werden von einer Jury um US-Regisseur George Miller ("Mad Max: Fury Road") verliehen. Das Filmfest gilt als weltweit wichtigstes Festival der Branche.

Auch ein deutscher Film hat Chancen auf einen der Hauptpreise: Maren Ades Tragikomödie "Toni Erdmann" über ein ungleiches Vater-Tochter-Paar gilt als großer Favorit. Es wäre die erste Goldene Palme für Deutschland seit 32 Jahren und die erst zweite für eine weibliche Regisseurin in der Geschichte des Festivals.

Allerdings ist die Konkurrenz stark. So könnten am Ende etwa die rumänischen Gesellschaftsdramen "Sieranevada" oder "Bacalaureat" triumphieren. Auch der brasilianische Beitrag "Aquarius" wird hoch gehandelt: Er erzählt von einer älteren Dame, die sich weigert, ihre Wohnung an einen Immobilienhai zu verkaufen.

In der renommierten Nebenreihe Un Certain Regard wurde am Samstagabend der finnische Beitrag "The Happiest Day in the Life of Olli Mäki" von Juho Kuosmanen als bester Film ausgezeichnet. Das Werk in Schwarz-Weiß erzählt von einem jungen Boxer im Jahr 1962, der sich auf die Weltmeisterschaft vorbereiten will - sich dann aber verliebt.


dpa