Spiegel TV Dokumentation

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Flippers Erben - Wenn die Freiheit am Beckenrand endet - am 11.09.2010 um 21:55 Uhr

Seit dem Kinoerfolg "Free Willy" sind nicht mehr nur die Großen Tümmler aus der Flipper-Familie Hauptattraktion der maritimen Freizeitparks, sondern Orcas - auch als Killerwale bekannt. Ob in Orlando, auf den Kanaren oder an der türkischen Riviera sind sie Maskottchen einer millionenschweren Vergnügungsindustrie. Dort schwimmen sie zu Rockmusik, bespritzen das Publikum, katapultieren die Trainer durch die Luft und drehen Tag für Tag ihre immer gleichen Bahnen durchs Becken. Doch ob Schwertwale in Gefangenschaft tatsächlich so ein glückliches und sorgenfreies Leben führen, wie in den Shows vermittelt wird, daran zweifeln Tierschützer seit Jahren. Mehr als 40 Orcas leben weltweit in Aquarien.

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Zu den Branchenriesen gehört "Seaworld". Der amerikanische Konzern betreibt die größten Meeres-Themenparks der Welt. Vor mehr als 30 Jahren öffnete "Seaworld" in Orlando seine Pforten. Neben den Schwertwalen sind deren Trainer die Stars der Show - ein Job nicht ohne Risiko. In den vergangenen Monaten töteten zwei Killerwale ihre Trainer.

Claudia Vollhard ist die einzige Orca-Trainerin in Europa. Sie arbeitet im "Loro Parque" auf Teneriffa. Die Biologin hatte vor drei Jahren selbst einen lebensgefährlichen Unfall mit einem der Wale und geht inzwischen nicht mehr mit den Tieren ins Wasser. Die vier Orcas, mit denen sich Claudia Vollhardt täglich beschäftigt, hat der Park für 25 Jahre von "Seaworld" geliehen. Sie sind alle in Gefangenschaft geboren und kennen die Freiheit nicht.

SPIEGEL TV beobachtet exklusiv Trainer von Killer-Walen in Orlando, erzählt die Geschichte von Keiko alias "Free Willy", begleitet die einzige Killerwaltrainerin Europas im "Loro Parque" auf Teneriffa und hat sich im Duisburger Delphinarium umgesehen.