SONNTAGS I 17:00

Unfallakte

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Einsatzfahrt mit Sonderrecht

Wenn ein Rettungswagen im Einsatz ist bringt das auch immer ein Gefahrenpotential für andere Verkehrsteilnehmer mit sich. So auch in der Unfallakte Bremen, die wir in dieser Woche für Sie öffnen.

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Ein Rettungswagen ist bei einer Einsatzfahrt mit Sonderrecht über eine rote Ampel gefahren. Doch auf der Kreuzung stößt er mit einem SUV zusammen und kippt um. Das Unglaubliche: Obwohl der Wagen umgekippt ist, wurden nur drei Menschen leicht verletzt.

Nochmal glimpfllich verlaufen

Grund für den glimpflichen Ausgang dieses Unfalls ist die besondere Bauweise des Einsatzfahrzeugs. Oft stellt die Leichtbauweise des Kofferaufbaus, ein Aufbau auf einem Fahrzeug in Form eines Gehäuses mit festen Wänden, am Rettungswagen eine Schwachstelle dar. Doch die Feuerwehr Bremen verwendet ausschließlich Fahrzeuge mit einem aufwendig konstruierten Kofferaufbau aus Aluminium. Dank der stabilen Bauweise zeigt der Wagen nach dem Unfall kaum Deformierungen.

Fahrzeuge dieser Art sind zwar teurer in der Anschaffung als herkömmliche Einsatzfahrzeuge, jedoch können sie einen sichereren Transport der Patienten sowie der Ärzte garantieren. Ungeklärt ist jedoch immer noch die Schuldfrage des Unfalls. Der Jeep-Fahrer behauptet, den Rettungswagen weder gesehen noch gehört zu haben. Der Fahrer des Einsatzfahrzeugs gibt an, vorschriftsmäßig langsam mit Blaulicht und Martinshorn in den Kreuzungsbereich gefahren zu sein. Doch in den meisten Fällen wird dem Fahrer des Rettungsfahrzeugs eine Teilschuld zugesprochen, da von Einsatzfahrzeugen mit Sonderrechten immer eine Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer ausgeht.