Unfallakte Rade

Unfallakte Rade

Unfallakte Rade

Immer wieder kommt es auf der A1 zwischen Bremen und Hamburg zu schweren Lkw-Unfällen. So auch im April 2010, als ein Zusammenstoß von fünf Lastwagen an einem Stauende zwei Menschenleben und mehrere Schwerverletzte forderte.

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Mehrere Feuerwehren aus dem Landkreis Harburg und drei Rettungshubschrauber wurden angefordert. Die Wucht des Aufpralls war so gewaltig, dass die Rettungskräfte nahezu drei Stunden brauchten, um die Fahrer aus ihren völlig zerstörten Kabinen zu befreien. Zwei Lkw waren sogar so stark ineinander verkeilt, dass erst Abschleppunternehmer Gerd Meyer mit einem 480 PS starken Bergefahrzeug die Fahrzeuge voneinander trennen kann. Ein Lkw-Fahrer kann nur tot geborgen werden, ein weiterer stirbt wenige Tage nach der Karambolage an den Folgen seiner Verletzungen.

Lkw-Fahrer sah das Stauende nicht

Mit einem Schrecken und leichten Verletzungen kommen zwei Insassen eines Kleinlasters davon. Weil die Beifahrerin – dank eines zufälligen Blicks in den Seitenspiegel – den heranrasenden Truck sieht, lenkt der Fahrer sein Fahrzeug geistesgegenwärtig in die Böschung. Warum der unfallverursachende Lkw in das Stauende gerast ist, lässt sich genau rekonstruieren: Die Autobahnpolizei Sittensen ermittelte eine Aufprallgeschwindigkeit von exakt 73 km/h. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass der Lkw-Fahrer das Stauende nicht oder zu spät gesehen hat und wegen mangelndem Sicherheitsabstand nahezu ungebremst in seinen Vordermann krachte.