Unsere Mütter, unsere Großmütter: Diskriminierung wird zum Alltag

Inge Deutschkron VOX/Spiegel TV
Inge Deutschkron VOX/Spiegel TV

Inge Deutschkrons Kindheit ist von Angst geprägt

Inge Deutschkron ist Jüdin und lebt damals mit ihren Eltern in Berlin. Ihr Vater Martin ist Sozialdemokrat und mit der Machtübernahme der Nazis im Jahr 1933 gerät die Familie plötzlich in große Gefahr. Inges Kindheit ist von Angst geprägt.

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An diese schwierige Zeit erinnert sich Inge Deutschkron nur ungern: "Meine Mutter war sehr stark. Sie hat eines Tages zu mir gesagt: 'Du bist Jüdin'. Und ich hatte keine Ahnung was das heißt, weil es bei uns keine Religion gab. Sie sagte dann nur: 'Wir müssen jetzt vorsichtig sein. Und lass dir eins gesagt sein: Lass dir nichts gefallen und wehr dich'", berichtet die Jüdin.

Die Jagd der Nazis auf Juden und Sozialdemokraten begann und damit auch die Angst der Familie Deutschkron: "Ich konnte manchmal abends nicht einschlafen, weil ich immer horchte: 'Kommt da ein Mann mit Stiefeln die Treppe hoch?' Es war der Beginn eines Gefühls, dass ich nie losgeworden bin.'"