VOX Musik-Tipp: ZAZ - Das Debütalbum

ZAZ: Hier in die Hitsingle 'Je Veux' reinhören

Isabelle Geoffroy ist nicht gerade das, was man einen "klassischen Senkrechtstarter" nennt. Erst mit knapp 29 Jahren veröffentlichte die Sängerin, die im Zusammenhang mit ihren musikalischen Aktivitäten ausschließlich unter dem schlichten Künstlernamen "Zaz" firmiert, in ihrer Heimat Frankreich ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Es wurde im Frühjahr 2010 in Quebec und Frankreich aufgenommen. Auch drei Stücke von Frankreichs Pop-Superstar Raphaël Haroche finden sich darauf.

Das Album schoss im Mai 2010 auf Platz eins der französischen Albumcharts und hielt sich insgesamt 25 Wochen in der Hitliste. Kurze Zeit später hatten sich auch die belgischen Musikfans in die Musik verliebt und machten "Zaz" zum Erfolgsalbum des Sommers in ihrem Land. Seit den Tagen der Veröffentlichung im Mai und dem großen kommerziellen Erfolg bewältigt die Sängerin unzählige TV- und Festival-Auftritte.

VOX Musiktipp: Das Debütalbum von ZAZ
VOX Musiktipp: Das Debütalbum von ZAZ 00:00:20
00:00 | 00:00:20
- Anzeige -

Karrierebeginn von "Zaz": Straßenmusik im Künstlerviertel und Kabarett

In Deutschland erschien das ZAZ-Debüt im Oktober 2010. Viele Redaktionen widmeten der sympathischen Newcomerin aus dem Nachbarland Sendezeit und Zeilen. Auch die Mund-zu-Mund-Propaganda unter den Musikfans sorgte für stetig wachsende Nachfrage.

Während ihrer ersten Konzertreise durch Deutschland, die sie nach München, Hamburg und Berlin führte, schoss "Zaz" Ende Januar auf Platz eins der iTunes Charts. Nachdem die ehemalige Straßenmusikerin die Herzen der Deutschen erobert hatte, war drei Monate nach Album-Release schließlich auch der kommerzielle Durchbruch gelungen.

Isabelle Geoffroys Musikkarriere hatte im Alter von zwanzig Jahren begonnen. Nachdem sie während ihrer Studienzeit in Bordeaux einer Bluesband beigetreten war und ihre ersten Auftritte über die Bühne gebracht hatte, fand sie sich kurze Zeit später auf Tour mit einem baskischen Tanzorchester wieder. Zwei Jahre später stieß sie auf ein Inserat mit dem Wortlaut "Don Diego braucht eine Sängerin". Flugs eilte sie der Latinrock-Band zu Hilfe und sah sich fortan tagtäglich afrikanischen, arabischen, andalusischen, brasilianischen und lateinamerikanischen Einflüssen ausgesetzt.

Irgendwann folgte "Zaz" schließlich dem Lockruf der französischen Hauptstadt. Dort fiel ihr eine weitere Zeitungsanzeige in die Hände. Schnell fand sie sich im Ensemble eines Kabaretts wieder, wo sie sieben Tage in der Woche, fünf Stunden am Tag, auf der Bühne stand.

Wenn das Geld am Ende des Monats knapp zu werden drohte, stellte sie sich zusammen mit zwei befreundeten Musikern im Künstlerviertel Montmartre an eine Straßenecke und beglückte die Passanten mit ihrer außergewöhnlichen Stimme. Mit dem Gitarristen und dem Kontrabassisten verband sie dabei besonders das Faible für das Prinzip der Genrevielfalt: die Einflüsse der gemeinsamen Musik reichten von Jazz bis Blues über französische Musik bis hin zu Stilen aus allen Herren Ländern.

Das Album "Zaz" und die Single "Je Veux" sind im Handel erhältlich.