SAMSTAGS I 18:00

Wie man eine "Furie" zähmt

Wie man eine "Furie" zähmt

Wie man eine "Furie" zähmt

Stella ist ein dreijähriger Mischling aus dem Tierschutz und entweder die sanftmütigste Hündin der Welt oder eine wilde Bestie. Mit ihren zwei Persönlichkeiten treibt Stella ihre Besitzer beinahe zur Verzweiflung, denn sobald es vor die Haustür geht, wird die ruhige, sanfte Mischlingshündin zur Furie. Dann geht sie jeder noch so kleinen Fährte nach und würde nur allzu gerne ihren ausgeprägten Jagdtrieb ungehemmt ausleben. Davon lässt sie sich auch nur kurzzeitig abbringen. Sobald die Begegnung mit einem anderen Hund naht, wird Stella ernstzunehmend aggressiv und ist auch mit Kommandos nicht mehr in den Griff zu bekommen.

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Hundeprofi Martin Rütter führt ein paar Tests durch, um angemessene erste Tipps geben zu können. Beim gemeinsamen Spazierengehen stellt er fest, dass Stellas Aggression gegenüber ihren Artgenossen nicht sozial motiviert ist, d.h. die Hündin mit ihrem Verhalten nicht ihre Menschen beschützen will. Bevor Martin einen Trainingsplan für die Hündin aufstellt, will er zunächst herausfinden, ob Stella nur vorgibt, gefährlich zu sein, oder wirklich zubeißen würde. Doch ein kontrolliertes Aufeinandertreffen mit anderen Hunden gibt Entwarnung: Die Aggression des Vierbeiners ist nur ein Erstimpuls, sobald die Hündin merkt, dass der andere Hund ihr nichts tut, wird sie wesentlich friedlicher und lässt sich sogar abrufen - für das Training bedeutet das, Stella braucht Reizalternativen, die sie kontrollierbarer machen.

Das Training in zwei Schritten

Wie man eine "Furie" zähmt

1. Trainingsschritt

Wie so oft bei Hunden mit größeren oder kleineren Macken, fehlt auch in diesem Fall lediglich eine geeignete Alternative zum Jagen. Für Stella heißt das, dass sie zwar jagen darf, aber eben nicht Hasen oder Rehe, sondern ein Ersatzobjekt - Futter, Dummy, Spielzeug, usw. Zunächst werden Futterbröckchen geworfen, später kommt das Training mit dem Futterbeutel dazu. Wenn Stella sich für diese Ersatzbeute entscheidet, wird das Spiel fortgesetzt und der Spaß geht weiter. Verschmäht Stella die Alternative, wird das Spiel beendet: es geht nach Hause und man versucht es beim nächsten Mal erneut. Außerdem soll die Hündin während der Trainingsdauer ausschließlich über den Futterbeutel ernährt werden. Zusätzlich kann ihr Jagdtrieb mit dem effektiven Reizangeltraining umgelenkt werden.

2. Trainingsschritt

Die Aggression anderen Hunden gegenüber wird ähnlich angegangen. Dafür ist es wichtig, möglichst ideale Trainingssituationen zu schaffen. Das bedeutet, dass der andere Hund erst mal weit weg sein sollte, um Stella ein richtiges bzw. erwünschtes Verhalten überhaupt zu ermöglichen. Wenn das klappt, kann der andere Hund in den nächsten Trainingseinheiten schrittweise näher kommen, bis Stella dann genau so gelassen reagiert wie bei großer Entfernung. Man könnte das Zurückkommen auch auf einen neutralen Reiz wie z.B. ein Pfeifsignal hin antrainieren. So kann ein Hund lernen, dass nach dem Ertönen der Pfeife eine tolle Belohnung wartet.

Beim Training über das Belohnungsprinzip kommt es natürlich vor allem auf das richtige Timing des Halters an. Reagieren die Menschen nicht rechtzeitig, wird der Hund für sein rüpelhaftes Verhalten belohnt und das Trainingsergebnis ist gleich Null!

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