SAMSTAGS I 18:00

Zahnprobleme beim Kaninchen

hundkatzemaus-Tierarzt Dr. Wolf untersucht ein Kaninchen mit Zahnproblemen. Foto: VOX/VP

Ursache: Ernährung!

Die Ernährung eines Kaninchens ist ausschlaggebend für die Beschaffenheit der Zähne. Ein Kaninchen muss sehr viel Raufutter, d. h. Heu, fressen, um seine Zähne, die niemals aufhören zu wachsen, abzunutzen. Es braucht also vor allem hartes Futter, um artgerecht mit den Zähnen mahlen zu können.

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Nur Obst, Gemüse oder sonstiges weiches Futter helfen dem Tier nicht. Es können sich dann Haken oder Spitzen auf den Zähnen bilden, die besonders bei der Futteraufnahme starke Schmerzen verursachen. Wird dem Tier dann nicht geholfen, könnte es verhungern.

Dr. Wolfs Praxisfall

hundkatzemaus-Tierarzt Dr. Wolf operiert ein Kaninchen mit Zahnproblemen. Foto: VOX/VP

hundkatzemaus-Tierarzt Dr. Wolf untersucht ein Kaninchen, das nicht mehr richtig frisst und bereits stark an Gewicht verloren hat. Er vermutet, dass die Zähne die Ursache für die Futterverweigerung sind.

Mit Hilfe einer kleinen Kamera bestätigt sich schnell, dass auf den unteren Backenzähnen des Mümmelmanns regelrechte Spitzen gewachsen sind, die beim Fressen in die Zunge pieksen und verhindern, dass die Zähne richtig mahlen können.

Dr. Wolf kann einen spontanen Eingriff durchführen, da Kaninchen vor einer Operation nicht nüchtern sein müssen. Sie haben einen so genannten Stopfmagen, d. h. der Magen arbeitet nur, wenn das Tier gerade frisst. Der kleine Patient wird in Narkose gelegt und die Auswüchse auf der Zahnoberfläche werden abgeschliffen. Ein Eingriff, der aufgrund von Maul- und Wangenspreizer schlimmer aussieht, als er tatsächlich ist - jedoch erfordert eine Operation in einem derart kleinen Maul auch sehr viel Fingerspitzengefühl!

Buchtipp: Leben mit Kaninchen

Wilde, Christine

Natur und Tier, 2008

ISBN 978-3-86659-071-7, EUR 19,80

ca. 180 S., zahlr. farb. Fotos

HIGHLIGHTS

"hundkatzemaus" und "Harte Hunde"
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"hundkatzemaus" und "Harte Hunde"