Fluffig-süßer Traum aus Schaum

Der Name leitet sich ab von der englischen Bezeichnung für die Staudenpflanze Eibisch. In England heißt diese schlicht: Marsh Mallow. Das Wort "Mallow" wiederum stammt vom griechischen Begriff "malakos" und das heißt soviel wie weich und beruhigend. Es bezieht sich auf die reizmildernden und schützenden Eigenschaften der Eibischwurzel. Bereits im 9. Jahrhundert vor Christus wurden zerkleinerte Stücke der Wurzel als Hustenbonbon verwendet.

Die Franzosen nutzten die Eigenschaften der Eibischwurzel als erstes für kulinarische anstatt für medizinische Zwecke. Aus aufgeschlagenem Eiweiß, Zucker und den klebrigen Inhaltsstoffen der Eibischwurzeln produzierten sie "Pâte de guimauve", den Vorläufer der heutigen Marshmallows.

Heute noch gibt es Hustenbonbons, die hauptsächlich aus Eibisch-Extrakt und Glukose bestehen. Der so genannte "Eibisch-Teig" hat eine gummiartige Konsistenz und gilt als der Vorläufer der Marshmallows. Heute wird aus Kostengründen allerdings keine Eibischwurzel mehr verarbeitet. Als Verdickungsmittel dient stattdessen Gelatine und Stärke.


Sendung vom 11.04.2008

Herstellung

Grundstoff ist Zucker. Tonnenweise lagert er in Silos. Hinzu kommen Glukose-Sirup aus Mais, Wasser und tierische Gelatine. Je nach Geschmacksrichtung kommt Lebensmittelfarbe hinzu.

Do it yourself

Wer Marshmallows einmal selber machen möchte, benötigt dazu u.a. Zucker, Gelatine, Eiweiß, Puderzucker. Man kann zu dem Puderzucker auch noch etwas Vanillearoma dazugeben.

WISSENSHUNGER

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