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Fußballer, Fußballerfrauen und Autos
Von Peter Stützer
Manche sind echt arm dran. Trotz ihrer reichen Kerle. Manche müssen gewissermaßen die geschenkten Autos ihrer Männer auftragen, weil sie denen zu popelig sind, die Autos. In Köln zum Beispiel, beim 1. FC, hat bei der Sponsorenwahl wohl niemand an die Bedürfnisse der Spieler gedacht. Der Vertrag mit den ortsansässigen Ford-Werken wurde also ratifiziert, und festgelegt wurde dabei auch, dass die Herren Fußballer sich öffentlich nur in Fahrzeugen der Marke Ford zu zeigen haben. Nun will niemand dem Geldgeber Schlechtes, aber bitteschön, welcher gestandene Fußballprofi hat denn einen Fiesta oder Escort auf dem Wunschzettel?
Also beschaffen sie sich trotzdem ihren Porsche, in dem sie sich dann allerdings zumindest auf dem Vereinsgelände nicht erwischen lassen sollten, gegen empfindliche Geldstrafe. Zur Not wechseln sie schnell noch auf dem letzten Parkplatz vor dem Geißbockheim den Untersatz; die Gattin darf die Autos schließlich allenfalls mal hin und her, sprich: nach Hause fahren.
Die Vereinsführung sorgt schließlich dafür, dass der Neid im eigenen Haus nicht zu kurz kommt. Zur Vorstandssitzung fährt Vizepräsident Friedrich Neukirch vor – im schwarzen Porsche. Es folgt Vize Jürgen Glowacz – im schwarzen Porsche. Präsident Wolfgang Overath schließlich hat ein Faible für den einheitlichen Auftritt; schnittig schießt er über den Vereinsparkplatz, als sei das ein Stück der Nordschleife. Er findet das Versteckspiel blöd, er ist stolz auf seinen hoch motorisierten Liebling - ganz unabhängig von Tabellenstand und Derby-Blamagen: ein Porsche mit Allrad, Farbe schwarz natürlich. Später wird er vom Druck der Öffentlichkeit reden, von Bescheidenheit und davon, dass er diese Ford-Fahrer wohl mal wieder richtig lang machen müsse. So behandelt man seine Sponsoren nicht.
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Schweini im Q7 – Audis Marketing-Traum
Wie gut es doch die Kollegen anderenorts haben. In Stuttgart zum Beispiel wird sich gegen ein Mercedes-Modell niemand der Spieler wehren wollen. Und in München haben die Kicker sogar die freie Auswahl im Sortiment von Audi. Der Ingolstädter Hersteller von Premium-Autos hat in München sogar dem Mitbewerber von BMW den Heimvorteil vermasselt. Dafür hat Audi einen namhaften Betrag in die Portokasse des deutschen Fußball-Rekordmeisters gesteckt und sich somit Anteile am FC Bayern München einverleibt.Marketing-Vorstand Peter Schwarzenbauer kriegt leuchtende Augen, wenn er Bastian Schweinsteiger im Q7 vom Vereinsgelände fahren sieht; zum Stopp und Karossentausch auf dem nächsten Parkplatz besteht weiß Gott keine Veranlassung.
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