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Igeltanreks

25.11.10 15:30
hundkatzemaus-Reporterin Diana Eichhorn mit zwei kleinen Igeltanreks. Foto: VOX/DOCMA TV

Exotische Stacheltiere


Er ist nachtaktiv, hat Stacheln und kann sich zum Schutz vor Feinden zu einer Kugel zusammenrollen - mit dem Igel ist der kleine Igeltanrek jedoch nicht verwandt.

Während man die kleinen Stacheltiere früher ausschließlich in Zoos bestaunen konnte, werden sie nun auch bei Privathaltern immer beliebter. Diplom-Biologe Christian Neumann ist ein ausgesprochener Tanrekfan und hält die kleinen Stacheltiere bereits seit 10 Jahren. Seine Leidenschaft begann zunächst mit Igeln, doch während eines Aufenhalts in Madagaskar verliebte er sich in die kleinen blassen Stacheltierchen. hundkatzemaus-Reportern Diana Eichhorn besucht den Tanrek-Fan und lässt sich die Unterschiede zwischen Igel und Tanrek (Tenrecidae), sozusagen am lebenden Objekt, erklären.

Obwohl Christians Igeltanreks erheblich kleiner als ihre großen Verwandten sind, brauchen auch sie ein geräumiges Gehege, in dem sie sich im Idealfall auch verpaaren können. Eigentlich sind die nachtaktiven Tiere eher Einzelgänger, können sich aber arrangieren, wenn ihre Behausung groß genug ist. Der Biologe hat seinen kleinen Tieren ein großes Biotop mit nachgebildeten Felswänden gebaut, an denen sie nach Herzenslust herumklettern können. Der Bodengrund besteht aus Torf, Erde und Sand, der in mehreren Zentimetern aufgeschichtet wird. Denn obwohl die Igeltanreks hervorragende Kletterer sind, ist ein Absturz nie ausgeschlossen und so fällt das Tier weich. Über den Bodengrund kommt eine Laubschicht, in der die Tiere - fast wie in der Natur - ihre Nahrung suchen können. Abgerundet wird der Kletterpark durch Äste und Verstecke.

Diese Verstecke eignen sich u.a. für den 2- bis 3-monatigen Winterschlaf und für den Nachwuchs. Igeltanreks bekommen bis zu 10 Junge pro Wurf, die nach der Geburt noch blind sind und nur wenige Stacheln besitzen. Meist hängen sie an der Zitze der Mutter, wobei sie bereits nach zehn Tagen beginnen, das Nest unsicher zu machen. Ab der dritten Woche nimmt der Nachwuchs feste Nahrung zu sich.

Die stacheligen Exoten sind Allesfresser und brauchen aus diesem Grunde auch abwechslungsreiche Nahrung. In der freien Natur stehen beispielsweise Insekten und Vogeleier auf dem Speiseplan. Christian verfüttert Maden, Heimchen und Heuschrecken und bietet als Vorspeise zusätzlich noch Melone, Apfel, Joghurt, gekochtes Ei oder Katzenfutter an - kein Wunder also, dass die kleinen Igeltanreks sich bei Christian schon so lange Zeit so ausgesprochen wohlfühlen!

hundkatzemaus-Reporterin Diana Eichhorn mit zwei kleinen Igeltanreks. Foto: VOX/DOCMA TV

Mit unserem Igel nicht verwandt!

Der Igeltanrek (Echinops Telfairi), der ursprünglich aus Madagaskar kommt, unterscheidet sich optisch zwar kaum vom afrikanischen Weißbauchigel, tatsächlich aber haben die beiden Tierarten außer ihrem Stachelkleid nicht viele Gemeinsamkeiten.

Der kleine Igeltanrek klettert beispielsweise für sein Leben gerne auf Bäume, während der Igel am Boden bleibt.

Ein kleiner optischer Unterschied befindet sich am Hinterteil der Tiere: der Weißbauchigel hat ein nacktes Stummelschwänzchen, der Schwanz des Tanreks hingegen ist mit Stacheln besetzt.

Das Stachelkleid besteht aus umgewandelten Haaren, die zum Schutz vor Angreifern durch Muskelkraft aufgestellt werden können. Umso erstaunlicher ist es, dass nur einige Tanrekarten im Laufe der Evolution Stacheln entwickelt haben. Auf Madagaskar gibt es nämlich über 30 verschiedene Tanrekarten und die meisten von ihnen haben keine Stacheln, sondern Fell, wie z.B. der so genannte Reistanrek.

Die größte Tanrekart kann über 2 kg wiegen und als einziges Säugetier die unglaubliche Menge von bis zu 32 Babys pro Wurf zur Welt bringen. Er wird z.B. im Thüringer Zoo Park Erfurt seit Jahren erfolgreich gezüchtet - in Privathand ist diese Tierart äußerst selten zu finden.
Adressen zum Thema
Im VOX-Tierlexikon:
Buchtipp: Kleinsäuger im Terrarium
Ehrlich, Christian
Natur und Tier, 2006
ISBN 978-3-86659-023-6, EUR 19,80
ca. 144 S., farb. Abb.
Zeitschrift: Rodentia 45 (2008)
Titelthema "Tanreks"
Neumann, Christian und Ehrlich, Christian (u.a.)
Natur und Tier, EUR 8,90
Kontakt: Thüringer Zoo Park Erfurt
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In dem VOX-Haustierformat 'hundkatzemaus' erzählt Reporterin Diana Eichhorn mit Unterstützung verschiedener Experten spannende Geschichten aus der großen Welt der kleinen Tiere. Dabei stellt sie nicht nur ungewöhnliche Haustiere vor, sondern besucht auch Prominente mit ihren Vierbeinern zu Hause. Doch damit nicht genug: Die sympathische Tiernärrin berichtet auch über die Psychologie der Mensch-Tier-Beziehung. Unterstützt wird Diana Eichhorn bei 'hundkatzemaus' von Dr. Wolf, Frank Weber, Birga Dexel und Dr. Matthias Reinschmidt. Die vier Tierexperten betreuen verschiedene Spezialgebiete und helfen den Tierhaltern, ihre Haustiere besser zu verstehen. Tierarzt Dr. Wolf weiß alles über die Gesundheit der Tiere und gibt nicht nur spannende Einblicke in seine Sprechstunden, sondern auch Ratschläge und Informationen zu Impfvorschriften und medizinischer Versorgung. Gerne lässt sich der ehrenamtliche Wildlife-Tierarzt auch bei schwierigen Operationen über die Schulter schauen. Tierschutzexperte Frank Weber hilft bei 'hundkatzemaus' überforderten Tierbesitzern und ihren Schützlingen in allen Notlagen. Katzentherapeutin Birga Dexel hat sich auf Stubentiger spezialisiert: Sie vermittelt, wenn die Beziehung zwischen Mensch und Tier gestört ist, gibt Tipps und trägt ihr umfassendes Wissen weiter. Bei ihr lernen Katzenhalter, die Welt aus Sicht ihrer Katzen zu sehen. Biologe Dr. Matthias Reinschmidt bereichert 'hundkatzemaus' mit seinem Wissen über Vögel. 'hundkatzemaus' ist immer samstags um 18 Uhr bei VOX zu sehen.

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