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Regierung beschließt Wellness-Hotel- und Alkoholverbot auf den Malediven.
Islamisten vermuten Prostitution in Wellness-Oasen
Die Malediven sind für viele Menschen Inbegriff von Traumurlaub, so stellen sie sich das Paradies vor. Mehr als 800.000 Urlauber entspannen sich hier jährlich an den Traumstränden - bei konstant 28 bis 30 Grad. Zu der Entspannung gehören natürlich auch Wellness-Massagen und auch mal ein gepflegter Cocktail. Doch damit soll jetzt Schluss sein, wie die Regierung jetzt zum Entsetzen der Tourismusindustrie anordnete.
Mit den Verboten reagierte die Regierung auf eine Protestkundgebung einer einflussreichen islamistischen Oppositionspartei. Dabei hatten sich einen Tag vor Heiligabend in der Hauptstadt Male tausende Inselbewohner versammelt, um ein Ende so genannter "anti-islamischer Aktivitäten" zu fordern. Die Demonstranten forderten zudem ein Verkaufsverbot von Alkohol sowie die Schließung von Bordellen, die angeblich verdeckt als Massagesalons betrieben würden.
Noch ist unklar, wie und ob die Restriktionen überhaupt umgesetzt werden. So berichtet die Internetseite 'Wellness Heaven Blog' (eigenen Angaben zufolge ein Wellnesshotel-Weblog): "Die Resorts reagieren bisher gelassen und erwarten eine Annullierung der Regierungs-Anordnung am kommenden Montag." Weiter heißt es dort: "Manager einiger Malediven Resorts sehen die Aktion (…) als vorübergehenden PR-Gag."
Die Malediven liegen mitten im Indischen Ozean. Ein Drittel der 390.000 Einwohner lebt in der Hauptstadt Male. Der Staat besteht aus mehr als 1.000 Inseln, rund 100 davon werden ausschließlich touristisch genutzt. Sie waren vorher unbewohnt.
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