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Ein Luftbild zeigt einen Deich im Süden von Groningen - er ist undicht.
Deich undicht: Holland in Not
Kaum sind die Sturmtiefs Ulli und Andrea vorbei, gibt es neues Ungemach: Hochwasser. Viele Pegel an den Flüssen sind angestiegen, Saar und Mosel wurden für die Schifffahrt gesperrt. Am Rhein bereiten sich vielerorts die Behörden darauf vor, Hochwasserschutzwände aufzustellen. Noch dramatischer ist die Situation aber in Holland.
Im niederländischen Groningen steht das Wasser schon kniehoch, einige Straßen und Keller sind bereits überflutet. Bewohner bewegen sich mit Gummistiefeln durch die braune Brühe.
Entlang des undichten Deiches am Emskanal sind dutzende Hilfskräfte im Einsatz, sie kämpfen gegen das Wasser. Vorsorglich wurden hier vier angrenzende Dörfer evakuiert – denn der Deich droht zu brechen. Die Menschen müssen jetzt in Sporthallen übernachten und abwarten. "Die Deiche sind so schlecht", beklagt sich einer der Evakuierten. "Sie haben das nicht unter Kontrolle."
"Der Wind und der Regen der Regen der letzten Tage haben dem Deich ordentlich zugesetzt", berichtet RTL-Reporterin Lara Schöler aus Groningen. "Und niemand kann mehr für die Sicherheit der Bewohner garantieren."
Keine Schifffahrt auf der Mosel
In Deutschland ist die Lage weiter angespannt, mit dem Schlimmsten wird aber nicht mehr gerechnet. Die Pegelstände an Rhein und Mosel sinken wieder langsam. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Trier bleibt die Mosel aber voraussichtlich noch bis zum Montag für den Schiffsverkehr gesperrt."Das Hochwasser geht langsam zurück", sagte ein Sprecher. Am Morgen sank der Pegelstand der Mosel in Trier auf 7,59 Meter. In der Nacht zum Freitag hatte er noch bei 8,05 Metern gelegen - Schiffe dürfen ab einem Stand von 6,95 Metern nicht mehr fahren.
Den Rhein konnten unterdessen die Schiffe auch am Samstag ungehindert passieren. "Wir haben hier Stillstand bei 4,07 Metern", sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Bingen. Auch an der Saar entspannte sich die Situation.
Auch im schleswig-holsteinischen Kellinghusen, wo das Wasser bis zu 30 Zentimeter hoch in den Straßen stand, beruhigte sich die Lage. Das Sperrwerk zwischen dem über die Ufer getretenen Fluss Stör und der Elbe konnte frühmorgens geöffnet werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Pegelstände gingen weiter zurück. "Wir haben eine leichte Entspannung im ganzen Stadtgebiet", sagte ein Sprecher.
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