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Wie hier in Haggen (Tirol) sind viele Straßen wegen Schnee und Lawinengefahr gesperrt.
Neuschnee und Lawinengefahr in den Alpen
Schneechaos in den Alpen – ausgerechnet am Hauptreisetag der Woche: Vor allem in Österreichs westlichen Bundesländern Vorarlberg und Tirol waren tausende Urlauber betroffen. Die Arlberg-Skiorte Stuben, Zürs und Lech waren seit Freitag nicht erreichbar, erst seit dem Vormittag ist die Straße wieder befahrbar. Auch im Zugverkehr gab es zahlreiche Sperrungen.
In den fünf Skiorten Lech, Zürs, Stuben, Warth und Gargellen waren am Freitag etwa 15.000 Einheimische und Gäste eingeschneit. Warth ist seit dem frühen Morgen wieder erreichbar. Weiter für den Straßenverkehr gesperrt ist der Arlbergpass. "Es kann durchaus sein, dass wieder gesperrt werden muss", sagte ein Sprecher des Nobelskiortes Lech am Arlberg.
Die wegen Lawinengefahr gesperrten Orte auf Tiroler Seite des Arlbergs, St. Anton oder St. Christoph etwa, sind wieder sicher erreichbar. Dies entschieden die örtlichen Lawinenkommissionen. Der Urlauberschichtwechsel ist in vollem Gange, meldete die Polizei. Unter anderem in Kappl hatte ein Schneebrett meterhoch die Straße verschüttet. Auch im Hinteren Zillertal bei Ginzling wurde die Bundesstraße wieder freigegeben.
Starker Schneefall erhöhte auch in den Wintersportgebieten der bayerischen Alpen die Lawinengefahr. In der Nacht zu Samstag fielen am Alpenrand bis zu dreißig Zentimeter Schnee, im Werdenfelser Land sogar bis zu einem halben Meter. Nach Angaben des Lawinenwarndienstes Bayern galt für die Allgäuer bis zu den Werdenfelser Alpen oberhalb der Waldgrenze die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier.
Arosa: Schneedecke vier Meter hoch
Auch im Bahnverkehr gibt es weiter Probleme. Die Arlbergbahn soll zwischen Ötztal und Bludenz mindestens bis Sonntagmittag gesperrt bleiben, wie die Österreichische Bundesbahn ÖBB mitteilte. Auf der Karwendelbahn ist die Strecke von Scharnitz bis Mittenwald in Bayern wegen Lawinengefahr gesperrt. Auch der Abschnitt zwischen Reutte (Tirol) und Garmisch (Bayern) soll dicht bleiben.In der Schweiz dagegen ist Andermatt (Kanton Uri) wieder per Eisenbahn zu erreichen. Die Ausläufer des Sturms 'Andrea' brachten der Schweiz nochmals viel Schnee. Nach Angaben des Schweizer Fernsehens schneite es mit 39 Zentimetern in Arosa im Kanton Graubünden am meisten - dort sollen laut Prognosen am Montag vier Meter Schnee liegen. Auch im berühmten Skiort Davos kamen 28 Zentimeter hinzu. Die Lawinengefahr ist vielerorts groß.
'Andrea' hat seit Donnerstag in Teilen der Schweiz bis zu einem Meter Neuschnee gebracht. Am meisten Schnee fiel im Oberwallis, in den Zentralalpen, in Nordbünden und im Engadin. Übers Wochenende rechnen die Meteorologen nochmals mit viel Neuschnee - etwa im Gebiet Gotthard.
Und ein Ende ist nicht in Sicht: "Es ist absehbar, dass es noch mal einen sehr heftigen Schwung an Neuschnee geben wird", sagte ein Experte der österreichischen Wettervorhersage ZAMG. Bis zu 80 Zentimeter Schnee wurden in den nächsten Tagen erwartet.
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