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Die kleine Michala wurde im tschechischen Usti nad Labem aus dem Kinderwagen gerissen und entführt. Sollte sie gegen ein Haus in Deutschland eingetauscht werden?
Täter und Opfer kannten sich
Wende im Fall des entführten Babys Michala? Nachdem ein deutsches Pärchen zugegeben hatte, den Säugling in Tschechien entführt zu haben, gehen die Ermittler nun offenbar einer neuen Spur nach. Denn die Umstände der Tat werden laut eines Zeitungsberichtes immer mysteriöser: Täter und Opfer sollen sich gekannt haben, und hinter der Entführung soll ein mieser Tauschhandel stecken.
Laut 'Bild' war die Mutter der kleinen Michala, die 20-jährige Bela J., offenbar nicht involviert. Doch der getrennt lebende Kindsvater wurde nach der Entführung von der tschechischen Polizei verhaftet, es lagen sogar noch andere Haftbefehle gegen ihn vor.
Das Kind sollte gegen ein Haus mit Grundstück in Deutschland getauscht werden, berichtet die 'Bild'. Die Entführer schweigen zu den Hintergründen. Und auch die Staatsanwaltschaft gibt keine weiteren Auskünfte, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.
Entführer sitzen in U-Haft
Der 50 Jahre alte Mann aus Thüringen und seine 47-jährige Freundin aus Rheinland-Pfalz waren vor einer Woche in Neuwied bei Koblenz festgenommen worden und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Die rund vier Wochen alte Michala ist seit Sonntag wieder wohlbehalten zu Hause. Der Mann hatte die Kleine am 4. Juli in Usti nad Labem vor den Augen der Mutter aus dem Kinderwagen gerissen.Anschließend flüchtete er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin nach Neuwied. Dort war Michala in einer Wohnung von den Ermittlern gefunden worden. Die geständigen Beschuldigten säßen weiter in Haft, weil Fluchtgefahr bestehe, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Behörde habe die Ermittlungen am Montag übernommen. Gegen das Pärchen bestehe dringender Tatverdacht wegen Entziehung Minderjähriger.
Der Entführungsfall hatte vor allem in Tschechien für großes Aufsehen gesorgt. Die Mutter und mehrere weitere Verwandte waren am Wochenende persönlich nach Deutschland gereist, um das entführte Kind in Koblenz abzuholen.
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