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In Pakistan sind für Freitag Großdemonstrationen gegen das Schmähvideo angekündigt worden.
Schmähvideo soll bei Youtube entfernt werden
Was mit Schmäh-Videos über den Propheten Mohammed begann, setzt sich nun mit Karikaturen und satirischen Fotostrecken in Zeitschriften und Magazinen fort. Die umstrittenen Zeichnungen könnten in der islamischen Welt zu Vergeltungsaktionen führen, warnt das Weiße Haus.
Für manche Gläubige seien die Zeichnungen "zutiefst beleidigend", sagte der US-Regierungssprecher Jay Carney in Washington. In den USA und Frankreich ist die Sorge groß, dass die Proteste nach den Freitagsgebeten neu entfacht werden könnten.
Deshalb hat Washington angekündigt, vorsichtshalber ihre diplomatischen Vertretungen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta, auf Bali, in Medan und Surabaya am Freitag zu schließen. "Wir raten wie immer, größere Menschenmengen, die möglicherweise gewalttätig werden können, zu meiden", hieß es auf der Webseite. Auch Paris verordnete die Schließung von Botschaften, Konsulaten, Schulen und Kulturzentren in 20 Ländern.
US-Präsident Barack Obama und der afghanische Präsident Hamid Karsai haben angesichts der anhaltenden Proteste zu besonnenen Reaktionen aufgerufen. Das US-Präsidialamt teilte nach einer Videokonferenz der beiden Politiker mit, es sei in der gegenwärtigen Situation notwendig, "Zurückhaltung und Gewaltlosigkeit" zu ermutigen.
Das Aufreger-Video könnte schon bald weltweit im Internet nicht mehr zu finden sein. Denn eine Darstellerin aus dem Film hat gegen den mutmaßlichen Produzenten Klage eingereicht. Cindy Lee Garcia behauptet, sie sei hereingelegt worden und habe wegen des Filmes Todesdrohungen erhalten, wie die 'Los Angeles Times' berichtete. Ihr Anwalt wolle auch erreichen, dass das Video auf der Internetplattform YouTube gelöscht werde. Damit zielt die Klage auch auf den Mutterkonzern von YouTube Google ab. Ein Google-Sprecher sagte, man sehe sich die Schrift an und werde "morgen vor Gericht erscheinen".
In der Klage vor einem Gericht in Los Angeles beschuldigt Garcia den mutmaßlichen Macher des Schmähvideos 'Unschuld der Muslime', den radikalen koptischen Christen Nakoula Basseley Nakoula, des Betrugs. Die Schauspielerin klagt weiterhin wegen Verleumdung und Zufügung von seelischen Schmerzen. Nakoula habe ihr gegenüber behauptet, er arbeite an einem Abenteuerfilm, der im alten Ägypten spielen solle. Sie habe weder von einem religiösen Kontext noch von Sexszenen gewusst, so Garcia.
'Titanic' plant in Oktoberausgabe Islamtitel
Mitten in dieser schwierige Gemengelage plant nun auch das deutsche Satiremagazin 'Titanic' in seiner Oktoberausgabe die Veröffentlichung eines Islam-Titels. Laut 'Financial Times Deutschland' soll die Schlagzeile "Der Westen in Aufruhr: Bettina Wulff dreht Mohammed-Film" lauten. Das bestätigte 'Titanic'-Chefredakteur Leo Fischer gegenüber dem Blatt.Die Idee dahinter sei "vor weiteren schlecht gemachten Schmähfilmen zu warnen, insbesondere davor, dass sich abgehalfterte Prominente nun auch noch über billige Islamkritik profilieren", sagte Fischer der 'FTD'. Auf dem Titelfoto soll Bettina Wulff in den Armen eines arabischen Kriegers mit Turban und Säbel zu sehen sein. Die Ausgabe soll Freitag in einer Woche erscheinen.
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