![]() |
ADAC: "Enormer Gewinn für die Verkehrssicherheit"
Ab nächstem Jahr dürfen 17-Jährige mit einem erfahrenen Beifahrer in ganz Deutschland Auto fahren.
"Wir haben heute im Bundeskabinett das begleitende Fahren mit 17 oder anders ausgedrückt den Führerschein mit 17 beschlossen", so Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Der CSU-Politiker verspricht sich von der neuen Regelung eine deutliche Senkung der Unfallzahlen von Fahranfängern, die überdurchschnittlich häufig an Verkehrsunglücken beteiligt sind. Der ADAC begrüßte die Regelung als "enormen Gewinn für die Verkehrssicherheit".
Profitieren können von der neuen Regelung etwa eine halbe Million Jugendliche im Jahr. Ramsauer sagte, dass die Regelung vermutlich ab Anfang nächsten Jahres gelten werde.
Voraussetzung für erste Fahrversuche im Alter von 17 Jahren sei die Begleitung durch einen erfahrenen Autofahrer, der bei der zuständigen Führerscheinstelle eingetragen sein müsse. Ein spontaner Ausflug in Begleitung eines zufällig anwesenden älteren Verwandten oder Bekannten ist nicht möglich.
Der Beifahrer muss mindestens 30 Jahre alt sein, mindestens fünf Jahre Erfahrung als Autofahrer haben und darf nicht mehr als drei Punkte in der Verkehrssünderkartei von Flensburg haben.
"Mehr für die Verkehrssicherheit tun"
Die Entscheidung für die bundesweite Einführung des Führerscheins mit 17 fiel auf Basis der Erfahrungen aus den Modellversuchen in den Bundesländern. Dabei wurde festgestellt, dass das Unfallrisiko bei Fahranfänger wesentlich gesunken ist: nämlich um 22 Prozent bei Unfällen und 20 Prozent bei Verkehrsverstößen.ADAC-Vizepräsident Ullrich Klaus Becker freute sich über die Neuregelung. "Wir begrüßen das ausdrücklich", sagte er. Das begleitete Fahren habe sich im Modell bewährt. "Anfänger sind trotz sinkender Unfallzahlen überdurchschnittlich an Unfällen beteiligt." Doch auch mit den neuen Möglichkeiten bleibe der Bedarf, mehr für die Verkehrsicherheit zu tun, etwa durch ein entsprechendes Training der jungen Autofahrer.
Würden Sie die Führerscheinprüfung noch - oder schon - bestehen? Das können Sie jetzt in unserem Test herausfinden.
Seite 1/1














