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Die Geschichte der Pasta

25.04.12 14:59
Die Geschichte der Pasta
Die Geschichte der Pasta

Pasta ist eigentlich chinesisch


Jung und Alt lieben sie, es gibt sie in Dosen für ein paar Cent im Supermarkt, aber auch in den Gourmet-Tempeln der Sterneköche, und jeder verbindet positive Erfahrungen mit ihr - die Pasta ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Doch stellt man die Frage, woher die Pasta stammt und wer sie erfunden hat, bleiben die Antworten oft eher schwammig.

Die logisch erscheinende und sicher am häufigsten gegebene Antwort ist sicher Italien - es gilt bis heute als Synonym für Pasta-Genuss. Aber so einfach ist es wie so oft nicht. Tatsächlich kam die Nudel erstmals im 12. Jahrhundert nachweislich in der italienischen Küche zum Vorschein. Der Geograf Al-Idrisi ist der Verfasser der ersten schriftlichen Zeugnisse, die davon berichten, dass in Sizilien, in der Nähe von Palermo, Fäden aus Weizen gekocht wurden. 12. Jahrhundert? Da waren doch die Nudeln längst bekannt, sagt jetzt sicher jeder Kochkundige.

Wenn also nicht die Italiener die heutzutage überall verbreiteten und beliebten Nudeln entdeckt haben, wer dann? Hier gehen die Meinungen auseinander. Tatsache ist, dass die ältesten schriftlichen Belege über die Herstellung und den Verzehr von Nudeln aus China stammen, aus den Zeiten der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.). Aber auch bei den Griechen der Antike waren die Nudeln bekannt: In Gräbern aus der Zeit etwa 400 v. Chr. fanden Archäologen Abbildungen von Geräten, die zur Nudelherstellung benötigt wurden. Auch in alten römischen Texten von Horaz und Cicero finden sich Berichte von „Lagoni“, einer flachen, Pasta-ähnlichen Speise, und in einem der ersten Kochbücher, das von dem Römer Apicius um das Jahr 25 v. Chr. verfasst wurde, findet man tatsächlich schon einige Pasta-Rezepte.

Marco Polo brachte die Pasta vermutlich nach Europa

Der Erfinder von Nudeln und Pasta ist also schwer festzulegen. Wie nun das Rezept genau nach Italien kam, um dort zum Nationalgericht aufzusteigen, ist damit ebenso unsicher. Um diese Geschichte ranken sich diverse Mythen und Legenden. Der wohl bekanntesten Legende zu Folge hat Marco Polo auf einer seiner Reisen nach China das Gericht kennengelernt und dann voller Begeisterung in seine Heimat Italien importiert. Diese Legende liefert auch gleich die Verbindung der Pasta und vor allem der Spaghetti zum italienischen Temperament mit: Ein junges chinesisches Mädchen soll sich Hals über Kopf in den großen, starken Italiener mit den feurigen Augen verliebt haben und als ihre Finger durch den Teig hindurchfuhren, ihn kraftvoll kneteten und ihn dann extatisch in die Länge zogen, entstanden die ersten Spaghetti-Fäden.

Eine weitere Legende schreibt die Einfuhr der Pasta weit weniger romantisch den Arabern zu, die Sizilien im Jahre 827 besetzt hatten. Denen war die Pasta schon seit längerem bekannt und sie brachten die besetzte Insel auf den Geschmack der Teigware.

Eine dritte Legende schreibt die Entstehung dann doch den Italienern selbst zu, ist aber doch eine Lug-und-Trug-Geschichte: Die Legende spielt in der Region Neapel, die tatsächlich eine Hochburg der Pasta ist. Ein Zauberer soll dort den entscheidenden Gedankenblitz gehabt haben. Mit anderen teilen wollte er ihn aber nicht, war er sich wohl der Wirkung seiner Erschaffung bewusst. Eine schöne Frau, seine junge Nachbarin, war es letztlich, die ihn mit ihren Reizen um das Geheimnis brachte. Jovanella hieß die heißblütige neapolitanische Schönheit, die den Zauberer überzeugte, ihr das Rezept zu lehren. Mit dem neuen Wissen ging sie an den Hof des Staufer-Königs Friedrich II., und kochte diesem das Pasta-Gericht. Der König und sein gesamter Hofstab waren restlos begeistert. Die junge Frau wurde mit Reichtum überschüttet - nur der arme Zauberer, der mit der einzigen Waffe geschlagen wurde, gegen die er kein Elixier hatte, ging leer aus.

Es ranken sich also viele Legenden um die Pasta und ihre Entstehung. Fakt ist, an der italienischen Küste, speziell in der Region Neapel, hat sich wegen der besonders reinen und keimfreien Luft, die gut zum Trocknen des Teiges geeignet ist, eine Pasta-Kultur entwickelt, die mit Fug und Recht als die Wiege des Massenphänomens „Pasta“ bezeichnet werden kann. Von dort aus trat die Pasta ihren Siegeszug in die Welt an und hat sich zu der vielfältigen Speise entwickelt, die heute Jung und Alt, Arm und Reich gleichermaßen begeistert.
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