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Das dürfen Touristen in den Urlaubshochburgen

26.06.12 15:20
Darauf müssen Touristen achten
Textilfrei am Brunnen? Das könnte teuer werden.

Oben ohne die türkische Sonne genießen


Wer im Ausland Urlaub macht, der muss richtig aufpassen. Denn fast jedes Urlaubsland hat angeblich einen eigenen Bußgeldkatalog – nur für Touristen. Wer oben ohne am Strand ein Sonnenbad nimmt, der riskiert schon mal ein Bußgeld. Fürs Nacktbaden drohen sogar Gefängnisstrafen. Und angeblich ist in manchen Städten sogar das Eisessen in der Öffentlichkeit verboten.

So oder so ähnlich steht es auf verschiedenen Internetseiten. Vor allem für Italien, aber auch für die Türkei gibt es sehr viele unterschiedliche Informationen. Aber wie sieht es vor Ort wirklich aus? Welche Verbote gibt es wirklich und wo müssen Touristen wirklich vorsichtig sein.

An den Stränden der Touristenhochburg Alanya baden einheimische Frauen oft verhüllt. Allzu freizügig sollten sich Touristen nicht an den Strand legen, behaupten zumindest viele Internetseiten. Oben ohne ist verboten und strafbar heißt es. Aber stimmt das? In der Türkei gibt es tatsächlich ein Gesetz, dass die Entblößung in der Öffentlichkeit unter Strafe stellt. Mit einer Haftstrafe von 6 bis 12 Monaten. Aber oben ohne sonnen am Strand fällt nicht darunter, sagt Expertin Vera Uysal.

Aber wie sehen die Regelungen in den Hotelanlagen aus? Laut Informationsseiten im Internet ist oben ohne an türkischen Pools nur erlaubt, wenn es explizite Ausnahmeregelungen gibt. Angeblich bieten nur wenige Hotels diese Regelungen an. In einem Fünf-Sterne-Hotel fragen wir den Manager Ali Kaynak: Brauchen die Damen eine Oben-ohne-Genehmigung? „Das habe ich noch nie gehört“, sagt Ali Kaynak. Und er muss es wissen. Seit 30 Jahren ist er in der Branche tätig. Am Strand oder am Pool könne man sich ohne Probleme oben ohne bewegen.

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Strenge Regeln in Italien?

Besonders vorsichtig sind Touristen bei einem anderen Thema: Steine und Muscheln dürfen die Türkei nicht verlassen. Auch dieses Verbot ist seit Jahren im Internet zu finden. So soll die versuchte Ausfuhr von gesammelten Steinen und sogar Sand eine lange Inhaftierung nach sich ziehen. Wir fragen Kunsthändler Hakan: Stimmt das? Einfache Steine dürfen sogar lastwagenweise aus der Türkei transportiert werden, sagt der. Nur wenn etwas Fossiles darauf zu finden ist, sollte man die Finger davon lassen. Auch Antike Gebäude sind tabu.

In Italien gibt es eine Fülle von Regelungen für Touristen. Unter anderem gibt es im Internet folgende Information: „Am Strand von Ravenna herrscht ein Gesetz, das einem verbietet, sich auf den ersten 200 Metern des Strandes niederzulassen.“ Außerdem heißt es auch auf vielen Internetseiten: „Keine laute Musik von 13 bis 16 Uhr, keine Werbezettel und nicht topless sonnenbaden.“

In Ravenna treffen wir eine ganze Schar von Nudisten. Seit über 40 Jahren treffen und sonnen sich hier italienische und deutsche FKK-Fans. Am Strand von Dante gibt es erst seit kurzem eine Besonderheit: Die Waldpolizei ermahnt nackte Männer, aber keine Frauen. Die Informationen aus dem Internet sind also falsch.

In Rom soll es gleich mehrere kuriose Gesetze geben. So soll das Essen in der Öffentlichkeit verboten sein und teure Bußgelder nach sich ziehen. Vor Ort ein ganz anderes Bild. Nur an der Spanischen Treppe ist das Essen im Sitzen verboten. Wer steht, darf ruhig etwas essen. Darauf achtet die Touristenpolizei. Wer erwischt wird, der wird aber zunächst freundlich ermahnt. Laut Verordnung darf die Touristenpolizei Bußgeld von 80 bis 160 Euro verhängen. Es stimmt also nicht, dass in ganz Rom auf der Straße nicht gegessen werden darf.
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