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Der Bewegungsapparat der Hunde

27.09.10 16:20
Hund auf Laufband

Studie zur Fortbewegung des Hundes


Zoologen der Universität Jena haben in einer neuen Studie zur Fortbewegung des Hundes neue Erkenntnisse erlangt, die auch bei den Therapien von Gelenkproblemen erhebliche Vorteile bringen können.

Prof. Dr. Martin Fischer und sein Forscher-Team haben dafür rund 330 Hunde aus acht Rassen auf ein Laufband geschickt und sie mit Hochgeschwindigkeitskameras dreidimensional gefilmt. Sie wollten herausfinden, was sich genau im Bewegungsablauf eines Hundes abspielt. Dabei haben sie herausgefunden, dass sich die Bewegungsabläufe einer kleinen Hunderasse wie dem Chihuahua mit der einer großen Rasse, einer Dogge beispielsweise, sehr ähneln.

So konnte zunächst ausgeschlossen werden, dass nicht das Körpergewicht Einfluss auf den Bewegungsablauf hat. Der Professor für spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie erklärt, dass Züchter zwar Größen verändern und Beine verkürzen können, aber auch nach zehntausend Jahren der Domestikation sei es nicht gelungen, den Oberarm im Verhältnis zur Gesamtlänge der Gliedmaße zu verändern. Die Proportionen der Gliedmaßen lassen sich also nicht genetisch ändern und seien über die verschiedenen Rassen verhältnismäßig gleich. Lediglich bei Dackeln und weiteren zwergwüchsigen Hunden ist der Unterarm kürzer, weil das Knotenwachstum früher gestoppt wurde.

Hund auf Laufband

Anatomie des Hundes wird überholt

Mit diesen Erkenntnissen kann Prof. Fischer die Tiermedizin wesentlich vorantreiben: Bislang wurde die klassische Anatomie des Hundes so erklärt, dass der Oberarm dem Oberschenkel und der Unterarm dem Unterschenkel zugeordnet werden könne. Doch durch die Hochgeschwindigkeitsaufnahmen, kann man erkennen, dass eher Schulterblatt und Oberschenkel ähnlich sind. Die Vordergliedmaßen eines Hundes beginnen also mit dem Schulterblatt und nicht, wie bislang angenommen, mit dem Oberarm.

Fischers Forscher-Team fand ebenfalls heraus, dass ein Hund nicht aus den Gelenken heraus läuft. Nur rund ein Drittel des Antriebs kommen aus Ellbogen und Schultergelenk, aber zwei Drittel aus dem Schulterblatt.

Diese Untersuchungsreihe ist nicht nur für Herrchen und Züchter relevant - besonders für die Tiermedizin sind diese Ergebnisse von hoher Bedeutung. Mit den neuen Untersuchungsmethoden können zum Beispiel Techniker viel effektivere Prothesen für beinamputierte Hunde anfertigen. Durch die Analysen von beinamputierten Hunden können die verschiedenen Gangmuster zur Kompensierung des fehlenden Beines ausgewertet werden.
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