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Palmendieb

Palmendieb (Birgus latro)

Der Palmendieb gehört innerhalb der Klasse der Krebstiere zur Familie der Landeinsiedlerkrebse. Die Familie der Landeinsiedlerkrebse setzt sich aus zwei Gattungen mit insgesamt 16 Arten zusammen.

Sein Verbreitungsgebiet sind küstennahe Inseln im Indischen und Pazifischen Ozean.

Der Palmenkrebs erreicht eine Körperlänge von 40 cm, eine Spannweite von 1 m und ein Gewicht von bis zu 3 kg.

Sein Körper gliedert sich in eine Kopfsektion und einen großen Hinterleib. In der Kopfsektion befinden sich die Fress- und Atmungsorgane sowie die schwach entwickelten Stielaugen. Der Hinterleib besteht aus 10 überwiegend kräftig entwickelten Beinen. Die Vorderbeine weisen kräftige Hammerzangen auf, mit denen der Palmdieb seine Nahrung öffnet. Die nächsten drei Beinpaare sind pinzettenartig ausgebildet und ermöglichen dem Palmdieb das Emporklettern an Palmen. Das hintere Beinpaar dient der Reinigung seiner Atmungsorgane.

Auf dem Speisenplan des Palmdiebs stehen frisch geschlüpfte Meeresschildkröten, Aas und abgeworfene Panzerteile anderer Krebse. Seine Hauptnahrung bilden die Früchte der in seinem Lebensraum vorhandenen Bäume, Sträucher und Palmen. Findet der Palmendieb nicht ausreichend Nahrung auf dem Boden, klettert er auf Kokos- oder Arengapalmen und kneift mit seinen Zangen Früchte ab.

Forscher haben herausgefunden, dass der Geruchssinn des Palmendiebs ausschlaggebend beim Auffinden von Nahrung ist. Frucht- und Aasgerüche können von den Tieren bis zu einer Entfernung von 50 m wahrgenommen werden.

Der Palmendieb ist erst ab dem 4. Lebensjahr geschlechtsreif. Kurze Zeit nach der Paarung presst das Weibchen die befruchteten Eier aus der Geschlechtsöffnung aus und heftet sie an die Unterseite ihres Hinterleibs. Nach 3 bis 4 Wochen begeben sich die Weibchen zur Küste und übergeben die Eier dem Meer. Dort schlüpfen die Larven aus den Eiern und durchlaufen in den kommenden Wochen mehrere Entwicklungsstadien. Anfänglich sind die Larven vollständig wasserlebend, später führen sie ein amphibisches Leben in der Gezeitenzone. Nach ca. 7 Wochen verwandeln sich die Larven in Krebse, die nach ihrer Rückkehr an Land fortan ständige Landbewohner sind.

Der Palmendieb ist außerhalb der Paarungszeiten ein Einzelgänger. Er ist meistens nachtaktiv und verbringt den Tag in einem selbst gegrabenen Loch oder in einer Höhle im Lava- oder Kalkgestein, um sich vor Fressfeinden und vor Austrocknung zu schützen. Die Atmungsorgane des Palmendiebs sind modifizierte Kiemengewebe, die feucht gehalten werden müssen.
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