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Faultier

Faultier
Faultier
Systematik
Familie: Bradypodidae
Art: Faultier
Faultier (Familie: Bradypodidae)

Faultiere gehören wie die Ameisenbären in die Unterordnung der Nebengelenktiere.

Sie werden bis zu 65 cm groß und erreichen ein Gewicht zwischen 5 und 9 kg. Mit ihren Krallen halten sie sich im Geäst der Bäume fest, wobei sie mit dem Rücken nach unten in den Bäumen hängen. Äußerlich kennzeichnet sich diese Lebensweise darin, dass ihr Haarkleid am Bauch und nicht wie bei anderen Säugern am Rücken gescheitelt ist.

Auch die inneren Organe haben sich der Lebensweise der Faultiere angepasst: Die Leber ist 180 Grad zum Rücken hin gedreht und ist vom Magen bedeckt, was in der Klasse der Säugetiere einmalig ist.

Der Kopf des Faultiers ist ausgesprochen beweglich. Er kann wie bei Vögeln um 180 Grad auf den Rücken gedreht werden.

Die Bewegungen des Faultiers sind sehr langsam. Um ein Bein vor das andere zu stellen, braucht es 1 1/2 Minuten. Doch müssen die Tiere auch nicht auf Nahrungssuche gehen, da ihnen die Nahrung mehr oder weniger "in den Mund fällt", während sie in den Bäumen hängen.

Wenn die Faultiere schlafen, hängen sie ebenfalls in den Ästen der Bäume. Sie haben weder ein Nest noch irgendeinen anderen Unterschlupf. Aber sie schützen sich, indem sie Kopf und Beine zu einer Kugel zusammenziehen. In dieser Stellung schlafen sie sicher und geschützt.

Nur zur Abgabe von Kot klettern sie auf den Boden hinab.

Im Fell des Faultiers siedeln sich Algen an, die ihm einen grünlichen Schimmer verleihen - eine perfekte Tarnung im Geäst der Bäume. Die im Fell sitzenden Algen locken eine Schmetterlingsart, den Kleinen Zünsler, an, der seine Eier im Fell ablegt. Wenn die Schmetterlingsraupen schlüpfen, weiden sie die Algen ab. Die Schmetterlingsraupen wiederum locken eine Ameisenart (Formicidae) an, da sie zur bevorzugten Nahrung der speziellen Ameisenart gehören. Es besteht sozusagen eine kleine enge Lebensgemeinschaft auf dem Faultier.

Auch die Geburt der Faultierjungen findet in luftiger Höhe statt. Häufig hängt das Weibchen ausgestreckt und nur mit den Armen verankert an einem Ast. Das Junge hilft selbst bei der Geburt mit und krallt sich sofort an der Mutter fest.
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