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Neunbinden-Gürteltier

Neunbinden-Gürteltier
Neunbinden-Gürteltier
Systematik
Art: Neunbinden-Gürteltier
Lateinisch: Dasypus novemcinctus
siehe auch
Sechsbinden-Gürteltier
Neunbinden-Gürteltier (Dasypus novemcinctus)

Die Gürteltiere sind Säugetiere und gehören zur Familie der Nebengelenktiere. Gemeinsam mit den Faultieren und Ameisenbären sind sie die letzten Überlebenden dieser 60 Mio. Jahre alten Familie.


Das Gürteltier ist von Texas bis nach Mittelargentinien verbreitet. Ursprünglich kam es nur in Südamerika vor. Wahrscheinlich ist das Tier über Mexiko nach Texas, Florida und Oklahoma eingewandert. Die Verbreitung des Tieres in den USA wurde von den Menschen unterstützt, da Gürteltiere optimale "Schädlingsbekämpfer" sind.


Als Lebensraum suchen die nachtaktiven Neunbinden-Gürteltiere bewaldete, leicht sumpfige Regionen auf. An Flüssen oder Bächen bauen sie gerne ihre Höhlen. Diese sind bis zu sieben Meter lang und haben einen Durchmesser von 15 cm. Hier werden auch die Jungen geboren.


Die Jungen werden im Februar und März geboren. Neunbinden-Gürteltiere bringen immer vier eineiige Jungen gleichen Geschlechts zur Welt. Bei der Geburt sind die Jungen voll entwickelt. Sie werden schon nach sechs Monaten geschlechtsreif.


Das Gürteltier erreicht eine Körperlänge von 80 cm inklusive Schwanz und ein Gewicht von bis zu sieben Kilogramm. Der Körper der Gürteltiere wirkt auf den kurzen Beinen etwas gedrungen. Der Kopf ist schmal und länglich. Ihre Ohren sind auffallend lang und tütenförmig. An der Bauchseite haben die Tiere ein Fell; Rücken und Schwanz sind von einem Panzer bedeckt.


Aufgrund ihres Panzers werden die Tiere auch "Armadillo" (spanisch: Gepanzerte) genannt. Dieser ist nicht wie der einer Schildkröte starr, sondern durch gürtelartige Knochenringe, die zum Bauch hin offen sind, flexibel. Bei Gefahr rollen sie sich blitzschnell zu einer Kugel zusammen und sind so optimal geschützt.


Gürteltiere haben sehr kräftige Grabkrallen. Damit können sie blitzschnell ein Loch graben, in das sie vor ihren Verfolgern flüchten. Ansonsten dienen die mächtigen Krallen der Nahrungssuche.


Neunbinden-Gürteltiere sind Insektenfresser. Zu ihrer Hauptnahrung gehören Termiten, Käfer und deren Larven. Ihre wurmartige Zunge ist von einem Drüsensekret, an dem die Insekten kleben bleiben, überzogen.


Der Geruchssinn der Tiere ist besonders ausgeprägt. Es kann Insekten, die bis zu 20 cm tief im Boden versteckt sind, aufspüren.


Der überdurchschnittlich gute Geruchssinn ist aber nicht die einzige Besonderheit: Es kann bis zu sechs Minuten die Luft anhalten - und verhindert so, dass ihm beim Graben Erde in die Atemwege gerät. Zudem ist das Tier ein guter und ausdauernder Schwimmer. Kürzere Strecken im Wasser legt es zurück, indem es über den Gewässergrund läuft. Ganz entgegen ihrem Äußerem sind die Tiere auch ausgesprochen gute Läufer.


Einige Gürteltierarten wie das Riesengürteltier sind in ihrem Bestand gefährdet. In Südamerika ist ihr Fleisch eine Delikatesse. Auch ihr Panzer gilt als begehrte Jagdtrophäe. Aus ihm fertigt man Gitarrengehäuse oder Körbe.


Wer nicht bis nach Texas, Florida oder Argentinien fahren möchte, um ein Neunbindengürteltier zu sehen, dem sei ein Besuch im >> Noorder Dierenpark in Emmen/Niederlande empfohlen.
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