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Feuersalamander

Feuersalamander
Feuersalamander
Systematik
Art: Feuersalamander
Lateinisch: Salamandra salamandra
siehe auch
Grünlicher Wassermolch
Teichmolch
Vietnamesischer Warzenmolch
Feuersalamander (Salamandra salamandra)

Feuersalamander gehören zur Ordnung Caudata, auch Urodela genannt, d. h. zu den Schwanzlurchen und zur Familie der Echten Salamander (Salamandridae). Ebenso wie die Molche zählen sie zu den Amphibien (Lurche) und können sowohl an Land als auch im Wasser leben.

Ausgewachsene mitteleuropäische Feuersalamander erreichen eine maximale Körperlänge von 23 cm. Ihr Körpergewicht beträgt etwa 40 g. Während bei einigen außereuropäischen Unterarten auch deutlich größere Exemplare vorkommen, etwa die in Israel heimische Unterart. Innerhalb der Geschlechter werden die Weibchen im Durchschnitt etwas größer als die Männchen, und mit einem Gewicht von teilweise mehr als 50 g sichtlich schwerer.

Feuersalamander sind über weite Teile West-, Mittel-, Süd-, und Südosteuropa verbreitet. Sie kommen in großen Teilen Europas sowie Algerien, Israel und im Iran vor, sogar bis in 1500 m NN. Sie sind nur im bewaldeten Hügel- und Bergland flächig verbreitet, schwerpunktmäßig im westlichen, mittleren und südwestlichen Deutschland.

Die schwarzgelb gefleckten Feuersalamander kommen gut versteckt in Waldgebieten vor. Unter den einheimischen Amphibien ist der Feuersalamander die Art mit der engsten Bindung an den Lebensraum Wald, wobei reine Nadelwaldbestände von der Art gemieden werden. Als erwachsene Tiere sind sie weitgehend unabhängig von Oberflächengewässern und führen ein verborgenes Dasein in Nischen von Höhlen, unter totem Holz, flachen Steinen, zwischen Felsspalten oder im Lückensystem des Bodens.

Sie fressen am liebsten Schnecken, Spinnen, Asseln und Heimchen - es sind also wahre Räuber.

Durch ihre versteckte Lebensweise sowie durch ihre nächtliche Aktivität, vor allem bei "schlechtem" Wetter wie Regen oder Nebel, können diese Lurche trotz ihrer auffälligen Färbung jahrzehntelang einen Lebensraum besiedeln, ohne dass der Mensch sie jemals bemerkt hat.

Die glatte, tiefschwarze Haut des Feuersalamanders wird auf dem Rücken durch ein gelbes, gelegentlich auch orangefarbenes bis rotes Zeichnungsmuster aus Punkten und/oder Linien unterbrochen. Die Tiere kann man individuell an der Variabilität dieses Musters erkennen.

Die auffällige Zeichnung des Feuersalamanders - die "Warntracht" weist auf seine Giftigkeit hin. Zu ihrer Verteidigung können Feuersalamander ein weißliches giftiges Sekret, das sogenannte Salamandrin aus den paarig ausgebildeten Ohrdrüsen (Parotiden) ausscheiden. Dies kann für kleinere Tiere tödlich wirken und ist stark ätzend. Daher hat der Feuersalamander keine natürlichen Fressfeinde. Die einzige Ausnahme ist der Mensch, der natürlich nicht zu den Fressfeinden zählt. Wassermolchen fehlen diese Ohrdrüsen, aber der nah verwandte Alpensalamander hat sie auch.

Feuersalamander müssen sich in gewissen Abständen häuten, insbesondere die heranwachsenden Exemplare.

In Gefangenschaft kann ein Feuersalamander ein hohes Lebensalter von 50 Jahren erreichen. Dagegen beträgt in freier Wildbahn die Lebenserwartung etwas über 20 Jahre.


Die Fortpflanzung des Feuersalamanders stellt einen Sonderfall unter den in Mitteleuropa heimischen Amphibien dar. Während die meisten Lurche im Frühjahr für einen gewissen Zeitraum Teiche und Tümpel aufsuchen, um sich dort zu paaren und Eier (Laich) abzulegen, paaren sich Feuersalamander ausschließlich an Land. Die Paarungszeit erstreckt sich von etwa April bis September mit einem klaren Schwerpunkt im Juli. Feuersalamander erlangen die Geschlechtsreife mit 4 bis 5 Jahren.

Eine Besonderheit des Feuersalamanders ist, das er lebend gebärend ist; man spricht von Ovoviviparie oder auch Larviparie. Nachdem das weibliche Tier etwa acht bis neun Monate die Embryonen austrägt - man spricht von der so genannten intrauterinen Entwicklung - sucht das Weibchen zur Geburt der Larven das Wasser auf. Die Metamorphose vom Larventier zum Landtier erfolgt erst nach drei bis sechs Monaten - der Maximalwert steht dabei vor allem für kalte Gewässer in Gebirgslagen.

Die Winterquartiere werden erst mit Beginn bodenfrostkalter Nächte, also Ende Oktober/Anfang November aufgesucht. Die Überwinterung erfolgt überwiegend unterirdisch, vorzugsweise in Wasser führenden Fels- und Bodenspalten, unter Baumstümpfen in Bergwerkstollen sowie in Höhlen. Optimale Bedingungen herrschen bei etwa + 10 °C, begleitet von einer hohen Luftfeuchtigkeit von 75 bis 90 Prozent und Windstille, dem so genannten "Salamanderwetter".

In den zurückliegenden Jahrhunderten glaubte man, dass die Hautsekrete des Feuersalamanders nicht nur todbringend giftig seien, sondern auch imstande wären, Brände zu löschen. Entsprechend reagierten die Menschen und warfen die Tiere ins Feuer - darauf geht auch ihr Name zurück.

Obwohl die Tiere nicht vom Aussterben bedroht sind, ist die Haltung von Wildfängen in Deutschland streng verboten. Der Feuersalamander steht auf der "Roten Liste" der Bundesrepublik Deutschland in Anhang V und gilt somit als Art der Vorwarnliste. Gemäß der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) ist er eine "besonders geschützte" Art.
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