MO - FR I 17:00

Zwischen Tüll und Tränen

 

Isabell lässt ihr geliebtes Brautkleid umschneidern

Isabell lässt ihr geliebtes Brautkleid umschneidern

Da fließen bittere Tränen

In Mainz betreibt Designerin Helen Bender ihre Brautmoden-Boutique "La Mode Abyssale". Normalerweise beglückt sie die angehenden Mainzer Bräute mit eigenen Kreationen – besonders auf lesbische Paare hat sie sich spezialisiert.

Heute aber hat sie eine Kundin mit einem ganz besonderen Anliegen: Isabel ist extra aus dem Elsass gekommen, um sich von Helen Bender ihr heißgeliebtes Brautkleid, in dem sie vor zwei Jahren geheiratet hat, umschneidern zu lassen. Leicht fällt ihr das nicht, schließlich hat sie damals eine Menge Geld dafür bezahlt, um in einem Kleid mit einer zwei Meter langen Schleppe zu heiraten. Aber Isabel würde das Kleid gern noch weiter tragen – und so hängen 2000 Euro nutzlos im Schrank. „Da lege ich lieber noch 500 bis 600 Euro drauf und kann es wieder anziehen“, meint Isabel. Denn eine meterlange Schleppe ist nicht gerade alltagstauglich.

Für Helen Bender ist dieser Auftrag eine Herausforderung – und ein großer Vertrauensvorschuss. Schließlich ist das nicht irgendein Kleid, das umgeändert werden soll: Es ist das Kleid, das Isabel an den schönsten Tag ihres Lebens erinnert. Und da hängen eine Menge Emotionen dran. Als Isabel ihr Traumkleid noch einmal anzieht, um Abschied zu nehmen, fließen dann auch bittere Tränen. „Ich will nochmal heiraten!“, seufzt sie. Besonders als Helen die unbarmherzige Schere ansetzt, wird es schlimm. Das hätte Isabel so nicht erwartet.

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