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So manche Braut hat zu starre Vorstellungen

So manche Braut hat zu starre Vorstellungen
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Uwe Herrmann möchte Kopfkino vermeiden

Bei "Zwischen Tüll und Tränen" hat Uwe Herrmann in Dresden eine ungewöhnliche Kundin. Braut Madeleine ist Domina und sucht nach dem perfekten Brautkleid. Eigentlich möchte sie eines, dass vorne kurz und hinten lang ist, doch dafür, so der Experte ganz klar, sei sie 10 Jahre zu spät. "Also, wenn Sie jetzt ein bisschen nuttig aussehen wollen, sieht das gut aus", verdeutlicht er noch einmal.

Uwe Herrmann weiß, wovon er redet, schließlich hat er eine langjährige Erfahrung: "70 Prozent der Frauen haben immer falsche Vorstellungen", berichtet er. Und er kennt auch den Grund dafür: "Frauen haben Kopfkino. Das heißt, bevor sie zu mir kommen, sind sie schon in 10.000 Katalogen, in 10.000 Internetseiten, bei 10.000 Hochzeiten und bei 10.000 Freundinnen gewesen – und die wissen alles besser. Und mit diesem Kopfkino kommt man dann hierher in die Realität."

Madeleines kleiner Nichte Stella gefällt besonders eine klassische, trägerlose und mit Blüten besetzte A-Linie. Und Uwe Herrmann lobt sie für diese Wahl: "Du hast als einzige von allen ein Kleid ausgesucht, das für 'späte Mädchen' ist." Aber für die Braut selbst ist dieses erste Modell nicht "Hochzeit" genug. Als nächstes probiert sie ein Kleid mit einer leichten Herzform und Spitzenapplikationen– ebenfalls schulterfrei. Und Madeleine fühlt sich schon besser darin: "Es hat einen schönen Schnitt, es kommt zumindest in die engere Auswahl." freut sie sich. Und auch der Mama gefällt's.

Modell Nummer drei ist ein klassisches Prinzessinnenkleid mit Trägern und Uwe Herrmann weist noch auf die Möglichkeit hin, Glitzertüll in Blau – Madeleines Lieblingsfarbe – einzuarbeiten. Aber der Experte merkt auch an, dass das Kleid vielleicht nicht ganz zur gewählten Location, einem Staudamm, passt – und das in gewohnt offener, ehrlicher Art: "Sie haben eine Location, das ist keine Festung, kein Schloss, keine Burg, sondern es ist ein Staudamm. Wenn Sie sagen, ich will mit einem Tüllkleid walle, walle übern Staudamm gehen, ist das für mich in Ordnung – weil ich heirate sie ja eh nicht." Und auch Madeleine räumt ein: "Das bin nicht ich. Ich glaube, es sollte ein bisschen schlichter sein - nicht ganz so tüllig." Am Ende sind sich alle einig, dass die Suche weiter geht – und zwar in Richtung "schlicht".

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